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Ina zockt… nicht nur zum Spaß

Zur Zeit haben wir auf der Arbeit regelmäßig Team-Schulungen, um das Klima innerhalb unserer Abteilung zu verbessern und das Arbeiten miteinander anstatt nebeneinander oder sogar gegeneinander zu lernen.

Letzte Woche haben wir dort tatsächlich ein kooperatives Spielchen gespielt: Es bestand aus einem kurzen Rohr, an dem acht Schnüre befestigt waren. Jeder hat eine Schnur erhalten und musste sich soweit es die Schnur zuließ von dem Rohr weg bewegen. Dann musste man gemeinsam durch geschicktes Manövrieren der Schnüre einen Tennisball ins Rohr hieven und diesen in einen Korb befördern. Dabei kam es natürlich auf die Kommunikation an.

Danach wurde das Ergebnis und die Vorgehensweise dann ausgiebig besprochen und analysiert.

Und ich dachte mir die ganze Zeit nur: Und dafür bekommt die Dozentin massig Kohle? Würdet ihr alle mal regelmäßig Gesellschaftsspiele spielen, gerne auch kooperativ, dann bräuchten wir diesen ganzen Quatsch nicht. Ich bringe demnächst mal Flash Point mit zur Arbeit (wir sind zu sechst im Team) und wenn alle Brände gelöscht und alle Opfer gerettet sind, haben wir keine Probleme mehr ;-)

Erschreckend fand ich einfach, dass so ein Spielchen für einige tatsächlich eine völlig neue Erfahrung war und sie sich zum Teil gar nicht getraut haben, jemand anderem einen Tipp zu geben, wie er die Schnur jetzt am besten hält. Für einige wäre es sicher sehr förderlich, wenn sie ganz im Ernst mal solche Spiele spielen würden. Dadurch lernt man, dass es nicht immer nur um die eigenen Ziele geht und man lernt Ratschläge anzunehmen und auch anderen welche zu geben. Also liebe Brettspiel-Freunde wir verbummeln also unsere Zeit nicht mit „Spielchen“ sondern wir lernen dabei auch wichtige Dinge für den privaten und beruflichen Alltag.

Vielleicht sollte man den großen Firmen mal mitteilen, dass ein schönes Spielchen pro Woche mehr wert wäre als ein teurer Team-Workshop. Vielleicht würden sie sogar neue Spiele finanzieren :-D  Ein Versuch wäre es wert.

Also sucht euch für das Wochenende ein paar schöne Spiele raus und ran an die Bretter (oder Karten)!  LG Ina

Ina zockt… die Exit-Spiele von Kosmos

Für alle, die gerne mal etwas anderes am Abend machen wollen als die x-te Serie schauen, oder für die, die zu gern mal mit ihren Freunden den Abend anders als nur mit Essen und Trinken verbringen möchten oder für die, die sowieso sehr gerne spielen aber mal etwas Abwechslung möchten,  empfehle ich: schaut euch die Exit Spiele mal an!

Ich finde diese Spiele kann man wirklich mit jedem spielen. Egal ob Vielspieler oder nicht. Wenn man ein wenig Spaß am Rätsel hat, macht man mit diesen Spielen nichts verkehrt! Oft erhält man die Spiele im Angebot schon für 9,99 € und kann dann mit bis zu sechs Personen 1-2 Stunden Spaß haben. Das lohnt sich garantiert auch wenn man die Spiele nur ein einziges Mal spielen kann, weil man das Material beschädigt (Knicken, Ausschneiden) und weil man die Lösungen dann ganz einfach weiß. Manche machen sich tatsächlich die Mühe und kopieren vorher alles, um das Spiel weiter geben zu können, doch ich denke die 10 Euro kann jeder, der Interesse daran hat, investieren ganz ohne Kopier- und Ausradier-Stress :-)

Bald erscheinen die neuen Titel der Exit Games Reihe, daher wollte ich kurz von meinen bisherigen Erfahrungen berichten – absolut Spoiler frei.

Was macht man überhaupt bei so einem Spiel?

Man öffnet die kleine Schachtel und findet darin nicht viel mehr als eine Drehscheibe, einen Stapel Karten, ein Heftchen und eine Anleitung.

Die Anleitung erklärt einem, dass man sich die Rückseiten der Karten nicht anschauen darf, denn sie enthalten Hilfestellungen und Lösungen. Man sortiert sie ganz einfach nach ihren Rückseiten und erhält je drei Hilfekarten mit einem bestimmten Symbol, einen Stapel mit blauen Lösungskarten und einen roten Stapel mit dem man letztendlich spielt.

Man bekommt eine kurze Rahmenstory vermittelt. Wo befindet man sich, was ist passiert… grundsätzlich geht es darum aus einem verschlossenen Raum durch cleveres Rätseln zu entkommen.

Dazu nimmt man sich jetzt einfach das beiliegende Heftchen und beginnt darin zu stöbern. Man findet viele Rätsel, die alle mit einem bestimmten Symbol gekennzeichnet sind. Das dient als Hilfe welche Objekte zusammengehören (welche Karte hilft bei welchem Rätsel) und man benötigt es, um die Lösung zu überprüfen. Je nach Spiel benötigt man Zahlen, Buchstaben oder Symbole, die man in die Drehscheibe eingeben kann. Dazu ein frei erfundenes Beispiel:

Man arbeitet gerade an einem Rätsel mit dem Symbol “Kreis”. Man kommt dadurch auf ein Ergebnis 1,2,3. Nun gibt man auf der Drehscheibe unter dem Kreis die Zahlen 1,2,3 untereinander ein und erhält wiederum einen Lösungs-Buchstaben, z.B. A.

Nun sucht man die Lösungskarte A heraus um zu überprüfen, ob das Ergebnis richtig ist oder nicht. Auf der Karte steht dann so etwas wie “Die Lösung könnte richtig sein…” Dazu muss man dann noch schauen auf welchem Gegenstand im Heft sich der Kreis befindet. Im Heft ist ein Raum abgebildet, in dem ihr euch sozusagen befindet und ihr entdeckt dort eine TÜR, die mit dem Kreis-Symbol versehen ist. Also müsst ihr auf der Lösungskarte A schauen welche Zahl  hinter der TÜR steht. Diese Zahl steht wiederum für eine Lösungskarte, die euch dann entweder mitteilt, dass das Rätsel “Kreis” gelöst wurde und ihr weitere Karten für andere Rätsel erhaltet, oder eben dass ihr leider falsch liegt.

Die Rätsel an sich sind sehr unterschiedlich: Symbole zählen, um die Ecke denken, zwischen den Zeilen lesen, usw. Daber kommt auch bei dem dritten Teil keineswegs Langeweile auf, denn jedes Spiel enthält mindestens ein Highlight, was einen verblüfft. Den Autoren gehen hier offensichtlich nicht die Ideen aus.

Oft hat man gleichzeitig mehrere Rätsel vor sich liegen, weil man Karten für das Rätsel “Kreis”, “Plus” und “Minus” erhalten hat. Dadurch ist immer jeder ins Geschehen involviert und kann sich einem Rätsel annehmen, während zwei andere vielleicht an etwas anderem puzzeln.

Wenn man nicht weiter kommt, ist es oft sinnvoll das Rätsel erst einmal zur Seite zu legen und sich an etwas anderem zu versuchen, denn oft fehlt einem dann einfach noch eine wichtige Komponente, um es lösen zu können. Sollte man allerdings wirklich mal nicht weiter kommen, kann man sich Hilfe holen. Zu jedem Rätsel gibt es Hilfekarten. Kommt man z.B. bei dem Rätsel mit dem “Plus” nicht weiter, kann man die oberste Hilfekarte zu dem Symbol Plus ziehen. Sie enthält meistens nur einen kleinen Hinweis. Hilft einem das nicht weiter, gibt es einen deutlicheren Hinweis auf der zweiten Karte. Und sollte man dann tatsächlich immer noch auf dem Schlauch stehen, bietet die dritte Hilfekarte sogar die Lösung dieses einen Rätsels, damit man eben weiter spielen kann. Dieses System ist wirklich super durchdacht. Es kann natürlich vorkommen, dass man eine Hilfekarte zieht, die einem dann nur etwas mitteilt, was man schon wusste. Es kann aber auf keinen Fall passieren, dass man das Spiel abbrechen muss oder es großartig frustriert, nur weil man bei dem einen Rätsel einfach keine Idee hat.

Zu guter Letzt gibt es im Anleitungsheft dann noch eine Wertung. Man spielt das Ganze nämlich auf Zeit. Je nachdem wie schnell man aus dem Raum entkommen konnte und wie viele Hilfekarten man in Anspruch genommen hat, fällt dann das Ergebnis aus.

Wir haben die bisherigen drei Teile immer in einer Gruppe von 4-6 Leuten gespielt und ich kann sie nur wärmstens empfehlen.

Jeder stürzt sich eifrig auf das Heft, um die Rätsel zu analysieren und zu schauen wo man schon etwas lösen kann. Wenn aufgrund einer erfolgreichen Lösung neue Karten vergeben werden, will jeder sehen welches Symbol sie haben, um die richtige Seite im Heft aufzuschlagen und los zu rätseln. Hier kommt es oft zu AHA-Effekten, wenn man schon vorher am Rätsel “Minus” getüftelt hat und nicht weiter gekommen ist und jetzt erst eine dazugehörige Karte auftaucht.

Alles in allem hatte bisher jeder Spaß mit den Exit-Spielen und jeder konnte zu irgend einer Lösung beitragen. Was der eine nicht kapiert, sieht ein anderer auf den ersten Blick und manchmal kommt die Eingebung gemeinsam :-)

Also für alle, die bisher noch nicht in den Genuss gekommen sind: Kauft euch einen der Teile für den nächsten Abend mit Freunden! Auch Wenig- bis Gar-Nicht-Spieler werden ihren Spaß damit haben.

Und für alle anderen: Die nächsten Teile stehen bereits in den Startlöchern. Es darf also bald weiter gerätselt werden.

Andere Spiele dieses Genres wie Unlock, Escape the Room und was es da sonst noch alles so gibt, habe ich bisher nicht getestet.  Ihr könnt mir ja gerne mal berichten, was sich davon lohnt.

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Ina zockt… Orléans in der kooperativen Variante

Seit November nennen wir das Spiel Orléans unser eigen und spielen es seither gerne.

Das Prinzip des „Bag-Baus“ mag ich einfach gerne. Man startet dabei mit einem Beutel, in dem sich vier Gefolgsleute befinden, ein Handwerker, ein Bauer, ein Fischer und ein Kaufmann. Beginnt eine Runde, zieht jeder Spieler (vorerst) vier Gefolgsleute aus dem Beutel und setzt diese auf seinem Tableau ein. Dann werden die Aktionen der Reihe nach abgehandelt. Der Startspieler beginnt und wählt eine Aktion seines Tableaus, die er vollständig mit Männchen besetzt hat. Die Aktion Scheune benötigt z.B. einen Fischer und einen Handwerker. Die dazu gehörige Aktion wäre auf der Bauernleiste vorzurücken, sich die dort abgebildete Ware zu nehmen und einen Bauer seinem Beutel hinzuzufügen. Außerdem werden die für die Aktion benötigten Leute (Fischer und Handwerker) ebenfalls wieder in den Sack getan. Auf diese Weise verändert man während des ganzen Spiels den Inhalt seines Beutels und kann eine Vielzahl an Aktionen ausführen. Man kann z.B. die Anzahl der Männchen, die man ziehen darf erhöhen, oder per Wagen oder Schiff über eine Landkarte wandern, um Waren einzusammeln und Punkte bringende Gildenhäuser zu bauen.

Man kann bei diesem Spiel außerdem verschiedene Strategien ausprobieren. Versuche ich den Inhalt meines Beutels durch ständiges Abgeben meiner Leute klein zu halten, damit ich jede Runde die richtigen Leute ziehe und durch das Abgeben in die sogenannten segensreichen Werke auch noch Punkte erhalte oder versuche ich so viele Mönche wie möglich zu generieren, weil sie als eine Art Joker universell einsetzbar sind? Nehme ich mir bei der Ortsaktion Handwerker, die mir einzelne Positionen meines Tableaus mit Rädchen überdecken und ich somit weniger Leute brauche um Aktionen auszuführen und auch noch gezielt verschiedene Gruppen (z.B. Ritter) überdecken kann und somit von diesen weniger brauche oder nehme ich mir Fischer, die mir sofort Geld bringen und besorge mir zudem evtl. die Ortschaft „Kräutergarten“, die mich die Fischer als abgeschwächten Joker einsetzen lassen?

Leider haben wir es noch nicht geschafft das Spiel mit mehr als zwei Leuten zu spielen, aber das Spiel ist auch nicht ganz einfach. Die Anzahl an verschiedenen Aktionen kann einen Gelegenheitsspieler schnell erschlagen. Zum Glück funktioniert das Spiel zu zweit aber sehr gut. Obwohl ich die letzten paar Partien gegen meinen Freund verloren habe, kann (oder muss ;-) ) man schon sagen, dass ich die meisten Partien insgesamt für mich entscheiden konnte.

Vor kurzem durfte dann die Erweiterung Invasion bei uns einziehen, die uns hauptsächlich wegen der kooperativen Variante interessierte. Zum Einen lieben wir Koop-Spiele, wie ihr an meiner kürzlich erstellten Liste sehen könnt. Zum Anderen habe ich so oft gewonnen, dass mein Freund schon dabei war die Lust zu verlieren, also versuchen wir es doch einfach mal gemeinsam gegen das Spiel aufzunehmen.

Am Spielprinzip ändert sich gar nicht all soviel. Die segensreichen Werke kommen weg und stattdessen kommt ein Tableau hinzu, auf dem wir gemeinsame Ziele zum Beschützen Orléans erfüllen müssen. Im Spiel zu zweit müssen wir per Rathaus fünf Ritter zur Verteidigung der Burg entsenden, sieben Bürgerplättchen erhalten, zwölf Waren in die Vorratskammer schaffen und 30 Geld sammeln. Außerdem müssen auf der Landkarte sechs Wachtürme zum Schutze Orléans errichtet werden und jeder Mitspieler erhält eine Charakter-Karte, die zusätzlich eigene Zielvorgaben enthält. Auch diese müssen erfüllt werden.

Ich kann euch sagen: Diese Vorgaben sind ganz schön hart.

Als zusätzliche Aktionen kann man 1. Vorräte und 2. Geld in die Burg bringen. Bei diesen zwei Aktionen kann man auch stattdessen dem Mitspieler Geld oder Vorräte schicken. Außerdem kann man als dritte Aktion mit Hilfe eines Mönchs einen beliebigen Gefolgsmann, der auf dem Markt liegen muss an den Mitspieler schicken, dieser darf dort sofort eingesetzt werden. Und man kann als Aktion “Pfalz” eine Aktion auf dem Tableau des Mitspielers für sich selbst auslösen. So kann man bspw. in einer Runde zwei Gildenhäuser bauen, einmal mit dem eigenen Tableau und einmal mit der Pfalz. Dazu muss der Mitspieler aber die Aktion besetzt haben und auch zahlen.

Wir haben es sage und schreibe schon zehn Mal versucht zu gewinnen und nur einmal geschafft.

Langsam benötige ich ein Erfolgserlebnis, also schildere ich euch mal grob unsere gestrige Partie. Vielleicht habt ihr ja Verbesserungsvorschläge für uns.

Als Charaktere habe ich den General und mein Freund Andreas den Bürgermeister erhalten. Wir losen sie bisher immer zu, haben aber ein Veto, wenn wir die Kombination für zu schwierig halten.

Meine persönliche Aufgabe war es also auf der Ritterleiste das höchste Feld zu erreichen und am Ende des Spiels vier Handwerker-Rädchen zu besitzen. Andreas musste zwei eigene Bürgerplättchen (zusätzlich) einsammeln und am Ende des Spiels 10 Geld besitzen.

Also machten wir uns folgenden Plan: Da Andreas zu Geld und Bürgern kommen musste, wollte er die Entwicklungsleiste vorantreiben. Dort erhält man automatisch Geld und Bürger, wenn man bestimmte Grenzen überschreitet. Die Gelehrten, die er dort zwangsläufig erhält, wollte er mit Hilfe des Ortes Schule als Joker einsetzen, also musste er die Leiste der Kaufleute mindestens auf Stufe 2 bringen und entschied sich dazu die Leiste auf die höchste Stufe zu bringen, damit wir ggf. den Bürger für den Ausbau aller Leisten ebenfalls abstauben können.

Ich wollte demnach die verbliebenen Leisten Ritter, Fischer, Handwerker und Bauern übernehmen. Mit Hilfe der Rädchen sollte ich das hinbekommen.

Soweit, so gut. Jede Runde wird ein Ereignis aufgedeckt, das uns meistens unangenehm in den Rücken fällt und so mussten wir beide bereits in der zweiten Runde vier Geld abgeben, weil wir es nicht schafften unsere Händler-Figuren aus Orléans raus zu schaffen. Da wir zu diesem Zeitpunkt noch gar keinen notwendigen Ritter hatten, hatten wir diesbezüglich keine Chance. Das war schon bitter.

Ansonsten lief eigentlich alles nach Plan. Ich verschaffte mir zügig die Rädchen, obwohl ich aufgrund eines Ereignisses nochmal eins abgeben musste. Ich besetzte damit den Bauern bei der Aktion „Ortschaft“ und den Fischer bei der Aktion „Scheune“, außerdem machte ich mir das Reisen mittels Schiff und Wagen einfacher. Ich reiste also ziemlich fix über die ganze Karte und errichtete vier der sechs Wehrtürme. Andreas erbaute die zwei Restlichen am oberen Rand der Karte und sammelte wichtigen Wein ein. Bei dem Ereignis, bei dem man gegen die Abgabe von 8 Geld drei Weizen sofort in die Vorratskammer schaffen kann, konnten wir leider nicht zahlen, da wir es noch nicht zu neuem Geld geschafft hatten. Also konnten wir eins der wenigen positiven Ereignisse nicht nutzen, sehr schade.

Andreas schaffte sich nach und nach auf der Entwicklungsleiste vor und brachte das dort erzielte Geld in die Geldkammer. Leider gelang es ihm durch unglückliches Ziehen erst spät den Ort Schule zu bekommen und war bis dorthin durch die vielen Gelehrten ein wenig verstopft. Evtl. hätte er hier erst zwei Mal die Kaufmannsleiste nutzen sollen, bevor er zu oft die Universität bemüht und Gelehrte erhält. Aber man nutzt eben seine Leute meist auch so wie man sie zieht um möglichst viele Aktionen ausführen zu können. Da ist die Koordination nicht immer so einfach.

Durch ein weiteres Ereignis wurden ein Getreide und zwei Käse, welchen wir schon mühsam in die Burg gebracht hatten, wieder entfernt.

Wir sammelten die Bürger fleißig ein: einen durch das Entsenden von fünf Bauern, einen durch das Abgeben von je einem Gefolgsmann jeder Sorte, einen von der Ritter- und Fischerleiste und den für das Erreichen aller Leisten! Außerdem sammelte Andreas zwei der drei Bauern auf der Entwicklungsleiste ein, den Letzten erreichte er leider nicht mehr. Also versuchte ich noch Stoffe und Brokat in die Burg zu bringen, um den letzten notwendigen Bürger zu erhalten, aber am Ende fehlte mir leider genau ein Brokat, sehr schade. Das größte Problem gegen Ende des Spiels war allerdings das Geld. Ich hatte schlichtweg keines mehr, um es in die Burg zu bringen und hatte auch keine Chance mehr welches zu erhalten. Andreas nahm sich den Ort, mit dem man als Aktion durch einen Gelehrten und einen Mönch Geld erhalten kann, aber schaffte es nur noch ein mal diese Aktion durchzuführen. So fehlte ihm am Ende noch Geld zum Erreichen seines eigenen Ziels und ein Bürger fehlte uns leider auch. Die Ritter und die Vorräte konnte ich gegen Ende des Spiels noch in die Burg bringen, aber leider half das nichts mehr.

Was für ein tolles Spiel! Es ist unheimlich schwer alles im Blick zu behalten. Ist man gerade mehrere Runden damit beschäftigt Geld in die Burg zu schaffen und die letzten Stufen auf der Ritter- und Bauernleiste zu erklimmen, vernachlässigt man dabei das Reisen auf der Karte und schafft es nicht mehr zum letzten Wehrturm.

Oder man bringt fleißig Vorräte in die Burg und schafft noch den Sprung auf der Entwicklungsleiste zum Einsammeln des evtl. letzten Bürgers, so fehlt einem am Ende ein Ritter in der Burg etc.

Wir scheitern meistens knapp, manchmal jedoch auch deutlich.

Hat hier jemand wertvolle Tipps für uns?

Wir haben z.B. noch nie alle Weine oder Käse leer gekauft, um diese Bürger zu erhalten oder haben noch nie 10 zusätzliche Geld in die Burg gebracht für diesen Bürger.

Vielleicht müssten wir auch öfter die Aktion Pfalz nutzen oder öfter Gefolgsleute an den Mitspieler versenden.

Wie geht ihr vor? Wählt ihr die Charaktere zufällig oder gezielt?

Wir sind sehr ehrgeizig und werden es wieder und wieder versuchen, aber langsam wäre ein Erfolgserlebnis nötig. Einmal haben wir es geschafft mit General und dem Charakter, bei dem man Stufe 5 auf der Entwicklungsleiste erreichen und vier Gildenhäuser setzen muss. Da das eine der ersten Partien war, kann ich aber nicht mehr sagen, was wir da besser gemacht haben. Vermutlich sind das aber neben dem Fischer die einfachsten Charaktere im Spiel.

Die anderen Komponenten der Erweiterung haben wir noch nicht getestet, aber bald möchte ich das Duell spielen, vielleicht erlebe ich dann noch einmal einen Erfolg ;-)

Lasst mir gerne ein “Gefällt mir” da bei https://www.facebook.com/inazockt.de/  und helft mir hier oder dort mit euren Kommentaren bitte weiter, damit wir dieses Spiel endlich mal besiegen und Orléans erfolgreich schützen.

 

 

Ina zockt… Qwinto, The Walking Pet und Holmes

Gestern haben wir drei kleine Spiele angespielt: Qwinto, Holmes und The Walking Pet.

Qwinto ist ein kleines aber feines Würfelspiel, aus dieser Kategorie haben wir bisher nur ein herkömmliches Kniffel und Nochmal. Abends am Couchtisch spielen wir solche Spiele gerne. Qwinto hat uns sehr gut gefallen und wird beim nächsten Spieleabend mal als Absacker serviert. Es besteht nur aus drei W6 Würfeln in gelb, orange und lila, einem Block und vier Bleistiften (warum vier, bei einem Spiel, das sich zu sechst spielen lässt, ist mir allerdings ein Rätsel). Als aktiver Spieler darf man sich die Anzahl und Farbe der Würfel aussuchen, die man dann in seinem Zug wirft. Die Summe der Augen darf dann einer Reihe der gewürfelten Farben angekreuzt werden. Wirft man z.B. eine 5 in lila und eine 3 in gelb, darf man entweder in der lila oder gelben Reihe eine 8 notieren. Daber muss man beachten, dass die eingetragenen Zahlen von links nach rechts ansteigen müssen. Bekommt man eine Reihe voll, bekommt man die ganz rechts eingetragene Zahl als Siegpunkte gut geschrieben (max. 18 Punkte). Außerdem gibt es fünf senkrechte Reihen, die durch alle drei farbigen waagerechten Zeilen verlaufen. Hat man diese senkrechten Reihen komplett ausgefüllt, erhält man die Zahl im eckigen Feld als Siegpunkte. Kann oder möchte man eine gewürfelte Zahl nicht notieren, erhält man einen Fehlwurf, der 5 Minuspunkte zählt. Und das ist eigentlich auch schon alles. Man muss eben überlegen wo man seine Zahlen einträgt und ob man im Zug des Gegners dessen gewürfelte Zahl ebenfalls nutzt. Das ist nämlich erlaubt, aber kein Muss. Hier erhält man keinen Fehlwurf, wenn man nichts einträgt. Wirklich ein gutes, kurzweiliges Würfelspiel!

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Holmes ist ein Workerplacement-Spiel für zwei Personen. Die Aktionsmöglichkeiten werden durch Personenkarten verkörpert, von der in jeder Runde eine hinzu kommt. Dadurch, dass die Personen in jedem Spiel zu einem anderen Zeitpunkt erscheinen können und auch nicht immer alle Personen mit spielen, ist es sehr variabel. Auf den ersten Blick scheint das Spiel sehr simpel, aber es könnte sein, dass sich noch mehr taktische Tiefe dahinter verbirgt. Es sind auch noch Varianten enthalten, die wir demnächst ausprobieren. Ich freue mich jedenfalls auf die nächste Partie.

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Außerdem haben wir noch das kleine Kartenspiel The Walking Pet ausprobiert. Hier muss man Karten einer Filmkategorie sammeln. Legt man in seinem Zug eine Karte mit Wertigkeit 3 ab, darf man 3 Karten ziehen. Und so sammelt man fröhlich vor sich hin, bis man die benötigte Anzahl an Karten zusammen hat. Wenn jemand einen “Film” vollendet, darf er meistens aber beim Gegner Karten ziehen, daher bekommt man ab und zu dir Tour vermasselt. The Walking Pet gibt spielerisch nicht ganz so viel her, aber es lebt eindeutig von seinen witzigen Illustrationen. Die “Toons” stellen alle eine bestimmte Filmfigur dar und die will erst einmal erkannt werden. Schön gemacht, aber sicher kein Spiel von dem ich 5 Runden hintereinander spielen möchte.

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Inas TOP 5 kooperative Spiele

Nach Durchsicht unserer Spieleschränke ist mir aufgefallen, dass sich immer mehr kooperative Spiele bei uns tummeln und das veranlasst mich mal eine kleine Liste unserer liebsten Spiele mit Koop-Modus zu verfassen.

Generell mag ich es einfach, gemeinsam zu überlegen, welcher Zug jetzt am Sinnvollsten ist und zusammen Pläne zu schmieden, welcher Weg am ehesten zum Erfolg führt. Gemeinsam gewinnen und verlieren, das kannte ich früher von Gesellschaftsspielen nicht.

Außerdem kann man diese Spiele wunderbar mit Leuten spielen, die das jeweilige Spiel bisher nicht kannten, weil man Regelfeinheiten während des Geschehens erklären kann und keiner einen Nachteil dadurch hat, denn man spielt ja zusammen.

Eines unserer ersten kooperativen Spiele war die Legenden von Andor, welches uns lange begeistert hat. Der knackige Schwierigkeitsgrad verleitet einen dazu nach einer gescheiterten Runde zusammen zu überlegen wie man es hätte besser machen können.

Angefixt von der Idee der kooperativen Spiele haben wir uns Pandemie zugelegt, gilt es doch als eines DER Spiele dieses Genres. Was soll ich dazu sagen? Ich mag Pandemie, ich spiele es hin und wieder gerne, aber insgesamt kommt es mir zu abstrakt rüber mit dem Entfernen der Würfelchen und zündet bei mir daher nicht so richtig.

Ganz im Gegensatz dazu: Zombicide, welches meiner Meinung nach vor Thema und entsprechendem Feeling nur so strotzt! Ich kann die gespielten Missionen schon gar nicht mehr zählen, Zombicide hatte uns voll und ganz in seinen Bann gezogen. Und jeder, dem wir das Spiel gezeigt hatten, war begeistert. Gott sei Dank funktioniert es in jeder Spieleranzahl einwandfrei. Gemeinsam gegen Untote kämpfen, sich die Aufgaben teilen, verschiedene Charaktere haben, Waffen (manchmal widerwillig) untereinander tauschen, einem gegenseitig den Allerwertesten retten, das macht einfach Laune.

Das kleinste kooperative Spiel, das wir besitzen ist The Game. Ein einfaches Kartenspiel, nur bestehend aus Zahlenkarten. Als eingefleischter Elfer Raus-Fan war mir das Spielprinzip natürlich nicht fremd. Zahlenkarten durch Anlegen loswerden, fertig. Aber diesmal versucht man nicht seinem Mitspieler eins reinzudrücken, indem man Reihen sperrt, sondern ganz im Gegenteil man muss gemeinsam möglichst gut anlegen. The Game ist super schnell erklärt und perfekt, um auch Gelegenheitsspielern mal das kooperative Spielprinzip näher zu bringen.

Mittlerweile haben wir viele kooperative Spiele zuhause: Robinson Crusoe, Flash Point, Thunderstone Advance, Eldritch Horror, Escape – Fluch des Tempels, die Exit-Spiele, Herr der Ringe LCG, Pandemic Legacy, The Walking Dead – Der Widerstand, Winter der Toten und Time Stories.

Eigentlich sollte das hier eine Liste meiner liebsten Koop-Spiele werden, aber es fällt mir wirklich sehr schwer, denn ich mag alle diese Spiele: Pandemic Legacy ist super klasse, das eben bemängelte Abstrakte wird plötzlich in eine Story verpackt, die sich immer weiter entwickelt, man sympathisiert plötzlich mit seinen Charakteren und freut sich kaputt, wenn die Story Fahrt aufnimmt und man im Zuge dessen eine Box öffnen darf. Die Exit-Spiele sind für alle Knobel-Fans toll und begeistern auch absolute Nicht-Spieler. Robinson Crusoe kostet uns Nerven, denn die Abenteuer sind wirklich hart, aber es frustet nicht. Eines unserer komplexesten Koop-Spiele. Flash Point hat bei uns eine Sucht verursacht. Hier bleibt es eigentlich nie bei nur einen Runde. Bei Escape haben wir schon Tränen gelacht. „Ich bin blockiert, kommt mir helfen!“ „Wo bist du denn?“ „Nein, ich muss selbst meinen Arsch retten, sorry!“ :-) Ich könnte hier noch Seiten über die genannten Spiele säuseln, aber das ist auch nicht Sinn der Sache.

Also hier meine TOP 5 LISTE:

Platz 1: Zombicide

Platz 2: T.I.M.E Stories

Platz 3: Pandemic Legacy

Platz 4: The Game

Platz 5: Exit-Spiele

Erläuterung: Zombicide landet zwar auch mal ein paar Monate im Schrank, aber es schafft es immer wieder uns zu begeistern. Der Schwierigkeitsgrad ist anpassbar und jede Partie ist spannend und action-geladen. Man fühlt sich immer wieder aufs Neue in das Szenario hinein versetzt und gefällt in jeder Besetzung gut.

Das innovative Spiel-Konzept von T.I.M.E Stories hat mich überzeugt. Das Erkunden der Orte sorgt für Spannung und es ist unglaublich kommunikativ, weil man nur Teile des Ortes selbst erkundet und sich ansonsten auf das Mitgeteilte der anderen Spieler verlässt. Außerdem sind Rätsel enthalten und erlebt eine richtige Story, klasse! Leider macht T.I.M.E Stories in manchen Sachen aber auch viel noch nicht so richtig perfekt, was ihr in meinen anderen Beiträge dazu lesen könnt. Daher hat es den Sprung auf Platz 1 verpasst.

Pandemic Legacy überzeugt durch die spannende Story und das Legacy-System. Das Brett zu verändern und Boxen zu öffnen, macht einfach großen Spaß. Man muss sich unglaublich gut absprechen, daher verdienter Platz 3 auf meiner Koop-Liste.

Für eine Runde The Game ist immer Zeit und ist passt in jede Jackentasche. Wir haben schon unzählige Partien gespielt und auch schon die Extreme Version ausprobiert. Auch meine Spielegruppe mag The Game, daher Platz 4.

Die Exit Spiele haben uns auf ganzer Linie gefallen. Jeder hat mitgemacht und konnte bei verschiedenen Rätseln zur Lösung beitragen. Durch die Hilfe-Karten kann man auch kaum hängen bleiben. Es sind einfache und schwierigere Rätsel enthalten und einige haben uns wirklich von der Idee her begeistert, toll. Wir freuen uns bereits auf die nächsten Teile.

Welche kooperativen Spiele könnt ihr noch empfehlen? Wie sieht eure Top 5 aus?

 

Ina zockt… Robinson Crusoe

Nachdem wir bereits drei Mal am zweiten Szenario “die verfluchte Insel” gescheitert waren, haben wir heute einen weiteren Versuch zu zweit gestartet und haben dieses Mal als Unterstützung Freitag und den Hund mitgenommen.

Unsere Aufgabe ist es fünf Kreuze auf fünf Inselteilen zu errichten.

Als Charaktere haben wir den Zimmermann (Andreas) und die Köchin (ich) gewählt.

Zu Beginn des Spiels waren uns die Ereignisse wohl gesonnen. Ein Sturm drohte unser Dach einzureißen, da wir aber noch gar keins hatten,mussten wir uns mit dieser Gefahr nicht beschäftigen und hatten Zeit für andere Aktionen. Wir erkundeten die ersten Runden immer wieder einen weiteren Teil der Insel und schafften es bereits zwei Kreuze und ein Lager zu errichten. Dann fanden wir einen geheimnisvollen Tempel, den ich gemeinsam mit unserem Hund erforschte. Ich begegnete zuerst einem wilden Tier,welches mit aber “nur” eine Wunde verpasste. Glück gehabt. Danach machte ich mich über drei Schätze her. Ich fand eine Hängematte  (brachte uns in diesem Spiel nichts), eine vor Kälte schützende Decke, welches definitiv ein wahrer Glücksfund war und zum Schluss traf mich noch ein Fluch, welcher mich dazu zwang einen gewürfelten Erfolg noch einmal würfeln zu müssen.  Was für ein toller Schatz :-(

Der Nebel drang immer weiter vor und bauten so schnell Kreuze wie wir konnten. Der Zimmermann sparte dabei immer ein Holz. Außerdem gingen wir fast jede Runde Nahrung sammeln, um nicht hungern zu müssen. Durch Ereigniskarten warteten im Abenteuerdeck bereits Schneewolken auf uns, daher konnten wir die Decke wirklich gut gebrauchen.  In der siebten Runde dann lag bereits eine Schneewolke auf dem Wetterfeld.  Die Decke war bereits abgenutzt. Dank des Wetterglases konnten wir den einen Schneewürfel bereits vor der Aktionsphase werfen und natürlich trat der worst case ein: zwei weitere Schneewolken. Dank meiner Fähigkeit (mein Fluch war bereits aufgehoben) und noch einem verbliebenen Zwieback würden wir uns wenigstens ernähren können.  Wir nutzten die insgesamt sechs Aktionssteine um im Nebel die Insel weiter zu erkunden und um darauf gleich ein Kreuz zu errichten. Dann galt es nur noch zu überleben. Wir hatten kein Holz und keine Nahrung mehr übrig. Außerdem hatten wir kein Dach über den Köpfen. Also mussten wir Zug Schaden einstecken, den wir aber noch knapp überlebten und haben so das Szenario geschafft. Na endlich!

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Ohne Hund und ohne die Decke wäre das nicht möglich gewesen! Und wie fast immer haben wir keinen einzigen Gegenstand gebaut. Uns fehlt dazu entweder die Zeit oder das Material. Wie ergeht es euch immer so?

Im nächsten Szenario muss man eine Kameradin retten und durchfüttern. Klingt wieder sehr anspruchsvoll. Ich bin gespannt wieviele Anläufe wir dafür wieder brauchen werden :-)

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Ina zockt… den ganzen Montag durch

In den letzten Wochen haben wir uns sehr viel mit Terraforming Mars beschäftigt. Ein tolles thematisches Spiel bei dem man sich eine funktionierende Produktion aufbauen muss, um den Mars mit Wasser-, Stadt- und Pflanzen-Plättchen zu gestalten. Man wählt zu Beginn einen Konzern (oder lost diesen zu), jeder Konzern hat andere Eigenschaften und so sind die Startbedingungen schon asymmetrisch. Dann zieht man in jeder Runde vier Karten auf die Hand von denen man beliebig viele kaufen darf und versucht diese nun klug einzusetzen, um seine Produktion von Geld, Stahl, Titan, Pflanzen, Energie und Wärme voranzutreiben. Meist versucht man sich auf verschiedenes zu spezialisieren. Kein Spiel gleicht dem anderen, weil man immer unterschiedliche Karten auf die Hand bekommt und auch den Zeitpunkt wann man sie erhält nicht beeinflussen kann. Es gibt keine Karte doppelt im Spiel.

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Wir haben schon etliche Partien gespielt und sind begeistert von dem Spiel. Meist endet es knapp und wir übertreffen immer wieder aufs Neue unsere persönlichen Highscores.

Es macht uns großen Spaß immer wieder einen anderen Konzern zu testen und wollen bei der nächsten Partie mal die Karten draften, die man jede Runde erhält, denn manche Kombinationen von Karten erscheinen uns ziemlich stark. Definitiv war dieses Spiel kein Fehlkauf. Mein Freund fordert ständig eine Revanche :-)

Außerdem haben wir gestern einen Spiele-Tag veranstaltet. Angefangen haben wir mit unserem dritten Exit-Game, die Grabkammer des Pharao. Wir haben es bisher als das beste Szenario empfunden. Die Rätsel waren spannend und nicht ganz leicht. Dennoch haben wir mit 8 Sternen unser bisher bestes Ergebnis erzielt. Wir freuen uns definitiv schon auf die nächsten Teile!

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Danach haben wir Kingdom Builder gespielt. Nachdem wir am Vorabend bereits zwei Runden zu zweit gespielt hatten, hatten wir nochmal Lust auf eine Runde zu viert. Außerdem hat es sich 20170327_140004angeboten, da wir nicht mehr viel Zeit hatten bis die nächsten zwei Besucher eintreffen sollten und benötigten ein Spiel mit kurzer Regelerklärung und Spieldauer von max. einer Stunde.

Die zwei Kingdom Builder-Neulinge haben die Regeln schnell verinnerlicht und direkt ein gutes Spiel hingelegt. Den beiden hat das Spiel auf Anhieb gefallen. In diesem Spiel gab es Punkte für Siedlungen am Wasser, für Siedlungen auf jeder Horizontalen und für das Verbinden von Orts- und/oder Stadtfeldern. Insgesamt konnte mein Freund das Spiel für sich entscheiden, da er es schaffte wirklich alle Siedlungen ans Wasser oder dank Schiff sogar ins Wasser zu platzieren.

Einfach ein schönes Spiel und perfekt geeignet, um Gelegenheitsspielern den Einstieg in komplexe Spiele zu erleichtern.

Am Abend hatten wir auf Wunsch unserer Gäste in gleicher Besetzung noch einmal Kingdom Builder gespielt, aber diesmal gab es Punkte für einzelne Siedlungsgebiete, dafür, dass man sich auf allen Quadranten ausbreitet und für das größte Siedlungsgebiet insgesamt. Also drei Siegbedingungen, die sich eigentlich untereinander ausschließen. Das hat es direkt zu einem komplizierteren Spiel werden lassen. Man musste erst einmal verinnerlichen welche Bebauung jetzt überhaupt sinnvoll ist. „Jede Siedlung am Wasser bringt Punkte“ ist natürlich weniger kompliziert.

Aber auch hier gab es keine Verständnisprobleme und wir legten sofort los. Einer der Neulinge hat direkt zu Beginn des Spiels durch geschicktes Springen mehrere Ortsplättchen abgesahnt und damit im Endeffekt das Spiel deutlich gewonnen.

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Nach der ersten Partie kam aber erst eine weitere Besucherin und wir haben (jetzt zu fünft) Carcassonne gespielt. Gespielt wurde das Grundspiel mit der ersten und zweiten Erweiterung. Ich persönlich 20170327_141505spiele immer wieder gerne eine Runde Carcassonne mit, allerdings ist es für mich kein spielerisches Highlight. Die gestrige Partie war aber durch häufiges Einschleichen in fremde Städte und Wiesen ganz unterhaltsam und am Ende konnte ich durch eine mega große Burg, die ich mir mit einem Mitspieler teilte, und abgesahnte Fässer- und Getreide-Plättchen sogar den Sieg einheimsen.

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Danach gab es einen Gästewechsel: Eine Freundin musste nach Hause und dafür kam mein Bruder während der doch recht langen Carcassonne-Sitzung dazu. Also waren wir wiederrum zu fünft und spielten Camel Up! Dieses Spiel habe ich vor einigen Wochen von einer Arbeitskollegin geschenkt bekommen, weil es bei ihr verstaubt. Bisher hatten wir nur mal eine Runde zu zweit gespielt, um die Regeln zu lernen und jetzt kam es endlich mal in größerer Runde auf den Tisch. Alle fünf Mitspieler waren begeistert von dem kleinen aber feinen Spiel. Die Schadenfreude war groß, als das ach so hoch gelobte „Renn-Kamel-Pferd“ dann doch noch von der ganzen Meute überholt wurde. Wir haben insgesamt bestimmt drei oder vier Runden gespielt und es verbreitet einfach gute Stimmung in unserer Runde. Das kommt an kommenden Spiele-Abenden mit Sicherheit nochmal an die Reihe.

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Danach musste auch mein Bruder schon wieder gehen und wir waren wiedermal zu viert. Also entschieden wir uns für Pandemie! In dieser Konstellation hatten wir es vor Wochen schon einmal gespielt, also war es für niemanden komplett neu. Als Charaktere losten wir uns die Wissenschaftlerin zu, die bereits mit vier Karten einer Farbe eine Seuche heilen kann, mein Freund bekam den, der eine beliebige Stadtkarte weitergeben kann, egal wo er steht, einer konnte Aktionskarten aus dem Stapel rausnehmen und noch einmal nutzen und eine Mitspielerin bekam den Sanitäter, der beim Heilen sofort alle Infektionssteinchen entfernen kann. Die rote und gelbe Seuche bekamen wir wirklich schnell geheilt und wir rechneten uns gute Chancen aus. Die wichtige Aktionskarte Prognose, mit deren Hilfe man die nächsten sechs Infektionskarten sortieren kann, kam zum richtigen Zeitpunkt und konnte durch den einen Charakter für ein zweites Mal verwendet werden. Es kam insgesamt ab20170327_185222er doch noch zu sieben Ausbrüchen! Wir konnten dem Sanitäter fünf schwarze Karten zukommen lassen, allerdings schaffte er es in seinem Zug nicht mehr zum rettenden Forschungszentrum und so mussten wir noch eine ganze weitere Runde ausharren und beteten, dass wir überleben. Zum Glück kam es tatsächlich zu keinem weiteren Ausbruch. Bei einem Achten wäre das Spiel verloren gewesen. Also konnten wir das Spiel ganz knapp gewinnen, jawoll!

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Zum Abschluss spielten wir noch einmal Kingdom Builder, aber das habe ich ja bereits geschildert.

Und so ging ein wirklich wunderschöner Spieletag zu Ende. Wir haben wirklich viel gespielt, gelacht und Spaß gehabt. Es wurde gut gegessen und das ein oder andere Sektchen wurde auch getrunken :-)

Das war definitiv ein Montag nach meinem Geschmack, wie wir ihn sicher irgendwann wiederholen werden. Ein Dank an unsere Gäste!

 

P.S. schaut doch gerne auch bei www.brettspieltalk.de vorbei, wo ich auch regelmäßig Bilder unserer aktuellen Partien poste und jeder mit quatschen kann über das schönste Hobby der Welt :-)

 

 

Neues von Ina

Zur Zeit beschäftige ich mich viel mit Terraforming Mars, Freitag und Takenoko.

Terraforming Mars sollte eigentlich ein Geburtstagsgeschenk an meinen Freund sein, aber wir waren und einig, dass wir uns solange nicht gedulden können und haben es daher schon ausgepackt und gespielt. Ein wirklich tolles Spiel, bei dem man eine schöne Engine aufbauen kann. Durch die Vielzahl der unterschiedlichen Karten gleicht kein Spiel dem anderen und man muss seine Strategie immer an die Gegebenheiten anpassen. Gott sei Dank konnte Andreas das dritte Spiel von bisher Dreien gewinnen, sonst hätte er nicht mehr mit mir gespielt ;-)

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Freitag ist ein kleines aber feines Solospiel von Friedemann Friese. Ich spiele eigentlich nicht sonderlich gerne allein, aber dieses Spielchen geht recht schnell, ist nicht so sehr denklastig, aber dennoch immer wieder eine Herausforderung. Bisher konnte ich die Piraten im ersten Level erst zweimal besiegen, davon nur einmal mit mehr als 80 Punkten. Bald darf ich mich daher laut Ableitung ans zweite Schwierigleitslevel wagen. Vermutlich gehe ich dort wieder gnadenlos unter, macht aber nichts. Es macht wirklich viel Spaß und ist genau das Richtige für einsame Abende.

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Vor Kurzem hatte ich das große Glück bei Pegasus bei einem Gewinnspiel abzuräumen. Mein Gewinn: Takenoko inkl. Erweiterung. Auf dieses süße Panda-Spiel hatte ich schon länger ein Auge geworfen, allerdings war ich nicht sicher, ob ich Mitspieler finde. Mein Freund war von der rosa, knuffigen Aufmachung irgendwie weniger begeistert ;-) Umso mehr freute ich mich über den Gewinn und konnte Andreas zu einer Runde überreden und es gefällt ihm überraschend gut. Ein sehr schönes Familienspiel, das schon ein wenig Taktik und Planung erfordert. Wir haben bereits etliche Runden gespielt. Genau das Richtige für den Feierabend. Und immer wieder ein Genuss fürs Auge! Das lässt alle (Mädchen-)Herzen höher schlagen.

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Künftig warten noch TIME Stories – Die Drachenprophezeiung,  Camel up in einer größeren Gruppe und Exit- Grabkammer des Pharao auf uns.

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Wenn ihr Lust habt über eure Lieblingsspiele zu quatschen und das ganz ohne Anmeldung, schaut vorbei bei www.brettspieltalk.de

Ina zockt… Time Stories Nervenheilanstalt Teil 3

Nachdem wir beim zweiten Durchgang Entscheidendes übersehen haben, wurde dieser Durchgang ziemlich frustrierend für uns. Wie auch in den letzten Beiträgen sind hier massive Spoiler enthalten! Bitte nicht weiterlesen, wenn ihr die Nervenheilanstalt noch nicht komplett gespielt habt!

Wir starteten also einen erneuten Durchgang und waren ziemlich ratlos. Was wir noch nicht ausprobiert hatten, war dem Tänzer den Pömpel zu bringen, also los. Auf in die Schlafräume, den Schrank aufbrechen und dann zur Promenade schauen was passiert, wenn wir fünf ZE lang um den Pömpel tanzen: NICHTS. Klasse, wir lagen mit unserer Vermutung also doch richtig.

Na gut, dann war da noch der Weg durch die Katakomben…

Wir stiegen hinab und bekamen es mit seltsamen Kreaturen zu tun. Wir kämpften und kämpften und ließen einiges an Leben, aber letztendlich schafften wir es und landeten wieder bei der Krypta.

Wir fragten nochmal nach was mit der Tür in der Mitte sei und wieder die Aussage: Da kommt man einfach nicht weiter, die Tür ist zu. Na gut, also alle Mann die Treppen weiter hinunter, da waren wir noch nicht. Und schon wieder mussten wir kämpfen, oh man. Fleisch hatten wir keins, eine Waffe auch nicht, also mussten wir alle Proben dort unten ohne Hilfen durchstehen und wir starben alle. Leider wussten wir nicht, dass wir uns einfach sieben ZE abziehen konnten, um weiter zu machen und lassen stattdessen die Karten Mission fehlgeschlagen, alle Agenten tot und beendeten hier unseren Durchgang. Es wurde langsam sehr frustrierend. Aber es half alles nichts, also gleich noch ein eigentlich unmöglicher vierter Durchgang und sofort nochmal nach unten in diese Gruft. Wir kämpften und kämpften und schafften es durch diese ekelhaften Monster (welche ich Story-technisch immer noch blöd finde), und wir gelangten aus der Nervenheilanstalt hinaus, was definitiv nicht unsere Mission und daher eine Sackgasse ist, oh nein!!!!

Jetzt waren wir wirklich absolut ratlos. Wir hatten alles gesehen, jeden Raum mehrmals erkundet, alle Gegenstände mitgenommen und jedes Monster bekämpft. Was zur Hölle haben wir übersehen? Irgendwas muss es doch mit diesen Pentagrammen auf sich haben?! Das stand ja auch auf den Briefen, die wir gefunden hatten. Wir wussten einfach nicht weiter, also schlug ein Mitspieler vor alle Räume von vorne zu erkunden, weil wir irgendwo etwas entscheidendes übersehen haben mussten. Also begannen wir wirklich gaaaaanz von vorne. Küche, Schlafkammer, Krankenstation, wir haben alles von vorne abgeklappert, wieder alle möglichen Objekte mitgenommen, aber einfach nichts neues entdeckt. Wir waren kurz davor abzubrechen, denn an dieser Stelle machte es einfach kein Spaß mehr.

Irgendwann las ich noch einmal den Brief an Dr. Hyazinte, in dem steht, dass man bei der Krypta irgend einen Code eingeben muss und so bestand ich darauf mit diese Karte doch einmal anzusehen, denn sonst hatten wir sowieso keine Ideen mehr. Und dann dachte ich mich trifft der Schlag. Eindeutig steht auf der Karte: Folgt den Anweisungen der fünf Pentagramme. Also mehr als offensichtlich ist an dieser Stelle ein Rätsel zu lösen und man sieht auch nicht nur in weiter Ferne irgendetwas, es ist ganz groß ein weiteres Pentagramm abgebildet, unfassbar. Es war also eigentlich glasklar, dass man hier mit insgesamt fünf Pentagrammen antreten muss, um weiter zu kommen. Natürlich hatten wir an dieser Stelle das Pentagramm aus dem Schlafsaal nicht dabei. Alle leicht gefrustet cheateten wir an dieser Stelle etwas und zogen uns einfach geschätzte acht ZE ab und nahmen uns das Objekt aus dem Stapel.

Soweit so gut. Wir hatten also drei Pentagramme, den Schlüssel, der ein weiteres Pentagramm zeigte und die Tür. In der Mitte jedes Pentagramms stand eine Zahl. Wir kapierten sofort, dass vier dieser Zahlen zu addieren waren und die letzte musste abgezogen werden, wie es der eine Brief aussagte und wie es das gemalte Bild der Irren im Aufenthaltsraum zeigte. Aber in welche Reihenfolge gehörten sie und wo zum Teufel war hier eine “Anweisung” zu finden? Hier taten wir uns wirklich schwer. Ich versuchte vergeblich aus den Angaben wo wir die Pentagramme gefunden hatten ein Schlüsselwort zu entdecken. Andere versuchten aus den Symbolen rundherum eine Art Reihenfolge herauszufinden, ebenfalls vergebens. Dann probierten wir aus den ganzen Buchstaben etwas herauszulesen, aber konnten ebenfalls nichts erkennen. Wir versuchten JO-SE-PHI-NE herauszulesen, das gelang uns aber ebenfalls nicht.

Irgendwann begann mein Freund bei jedem Pentagramm abwechselnd im Süd-Osten zu lesen bis er schließlich auf “Lest” kam, eindeutig eine Anweisung! Es dauerte nicht lange, dann entstand daraus “Lest Objekt”  Sehr gut!!! Damit war auch die Reihenfolge klar und wir addierten die ersten vier Zahlen der Pentagramme und subtrahierten das Letzte, lest Objekt 19! Das war wirklich knackig.

Wir kamen an den letzten Ort des Abenteuers wo wir die Malerin aus dem Aufenthaltsraum wieder trafen, die sich gerade an einem Ritual versuchte. Rechts und links standen Statuen, die aussehen wir ein Mantikor. Bei einer Statue konnte man Rubine in die Augen setzen, leider hatten wir diese nicht dabei. Die Tränen des Mantikors hätten sie retten können!

Wir sprachen mit der Frau und sie bat uns am Ritual mitzumachen. Das konnte nur eine Falle sein, also entschieden wir uns dagegen. Auf einmal griff uns Dr. Hyazinthe an, er wollte definitiv, dass wir uns am Ritual beteiligen. Wir hatten ja schon Übung darin, ihn zu verprügeln und hatten damit herzlich wenig Probleme. Die Mission war geschafft, Gott sei Dank!

Neugierig las ich noch die andere Karte, was passiert wäre, wenn wir uns für das Ritual entschieden hätten und natürlich hätten wir dann die Mission verloren. Ich glaube dann hätten wir das Brett weg geworfen.

Kommen wir zu meinem großen Fazit:

Time Stories ist ein geniales, innovatives Konzept und macht durch die ganze Atmosphäre soviel richtig und gleichzeitig soviel falsch.

Man kann dem Spiel zugegebenermaßen keinen großen Vorwurf machen, dass wir an der Krypta nicht gesehen haben, dass dort ein Rätsel zu lösen ist, denn es war mehr als offensichtlich. Ich nehme an der Fehler passierte, weil zu diesem Zeitpunkt unsere Zeit vorüber war und die Karte daher nur noch halbherzig angeschaut wurde. Allerdings finde ich, dass solche Fehler an einigen Stellen passieren können. Man hat so schnell ein wichtiges Detail übersehen und dann ist man aufgeschmissen. Von meiner anderen Spielgruppe, bei der ich als Spielleiter fungiert habe, wurde bspw. bei Josephine auf der Krankenstation übersehen ein Objekt zu nehmen. Dieses Objekt war ein Teil der Karte, welches das Büro des Doktors zeigt. Da ich das noch wusste, konnte ich als Spielleiter sofort reagieren. Aber ansonsten hätte das hier auch schief gehen können. Ich weiß außerdem von einer anderen Gruppe, die den Schlüssel aus dem Treibhaus nach Benutzung zur Seite gelegt haben und partout nicht erkannt hatten, dass es sich hierbei um das letzte Pentagramm handelt. Bei solchen “Fehlern” wird man vom Spiel allein gelassen.

Hier würde ich mir Hilfen in irgend einer Art wünschen und sei es nur ein Verweis auf eine Internet-Seite.

Des Weiteren kann es sehr frustrierend sein, wenn man z.B. am Ende des Spiels die falsche Entscheidung trifft und dann alles nur noch einmal runter spielen muss, obwohl man die Lösung schon weiß. Dabei kommt doch wirklich kein Spielspaß mehr auf oder? Das kann einem in kommenden Szenarien genauso passieren und finde ich höchst unbefriedigend. Trotzdem reizt mich Time Stories enorm und werde mit Sicherheit die kommenden Erweiterungen verschlingen.

Ich hoffe nur, dass solche Dinge in Zukunft ausgebügelt werden und uns noch spannende Rätsel erwarten. Wie gefällt euch Time Stories? Wie seht ihr die angebrachten Kritikpunkte?

Ina zockt… das ganze Wochenende

Endlich mal wieder ein tolles Wochenende ganz im Sinne meines Hobbys: SPIELEN, SPIELEN, SPIELEN :-) Scheinbar haben sehr viele Mitglieder der wunderbaren Facebook-Gruppe Brettspielwiese ( https://www.facebook.com/groups/1648593545425131/?fref=nf ) letzte Woche Terraforming Mars und Scythe geliefert bekommen und so überschlagen sich dort die Posts zu diesen beiden Spielen. Als Kontrastprogramm habe ich einfach mal kein Scythe oder TM gespielt ;-) Am Freitag Nachmittag haben wir gleich mit Time Stories – der Marcy-Fall begonnen. Zwar sind wir mit unserer Gruppe zu viert mit der Erweiterung Hinter der Maske noch nicht ganz durch, aber da momentan gar kein Termin geplant ist, wann es weiter geht, konnte ich solange nicht warten und wir starteten den Marcy-Fall zu zweit. Der erste Durchgang hat richtig Spaß gemacht und gefällt uns beiden auf Anhieb viel besser als Hinter der Maske. Danach waren wir müde von der stressigen Woche und haben daher zu dem weniger denklastigen Noch Mal! gegriffen. Das lässt sich auch super am Couchtisch spielen. Dieses Spiel war einfach das beste Weihnachtsgeschenk an meinen Freund überhaupt. Wir haben es insgesamt schon über 20 Mal gezockt und getreu dem Namen haben wir auch an diesem Abend gleich drei Runden gespielt.

Am nächsten Tag haben wir einen Kracher ausgepackt: Star Wars Rebellion. Bisher habe ich immer das Imperium und mein Freund die Rebellen gespielt und wir entschieden uns dafür noch ein letztes Mal in dieser Verteilung zu spielen, bevor wir die Rollen einmal tauschen. Ich konnte bereits in der ersten Runde einen Anführer der Rebellen gefangen nehmen und auf die dunkle Seite der Macht ziehen. Außerdem konnte ich sehr schnell drei ganze Regionen als möglichen Stützpunkt der Rebellen ausschließen, dafür gab es allerdings in den verbliebenen Regionen zig Möglichkeiten. So klapperte ich nach und nach alle Systeme ab, was mich viel Zeit kostete und wodurch ich einige Machenschaften der Rebellen nicht unterbinden konnte, ich benötigte sehr viele Anführer zur Bewegung. Schließlich war ich mir sicher, dass sich mein Freund auf Utapau verschanzt hatte, doch ich schaffte es nicht dort hin zu fliegen. Mein Freund attackierte mich im danebenliegenden System und zerstörte alle meine Weltraumeinheiten, wodurch ich meine Bodeneinheiten nicht mehr transportieren konnte. Andreas hatte mich vorher schon regelmäßig in dieser Ecke vom Fliegen abgehalten, indem er mich zum Intervenieren zwang. Von daher hätte ich schon vorher ahnen können, dass er sich dort irgendwo versteckt, allerdings wollte ich zuvor die wenigen anderen Möglichkeiten abklappern, es hätte ja auch ein Bluff sein können. Am Ende konnte er noch einen Auftrag erfüllen, weil keiner seiner Anführer gefangen war, diesen Auftrag kannte ich noch gar nicht. Und so gewann er dann das Spiel am Ende der siebten Runde.

Wirklich ein klasse Spiel, das jedes Mal knapp ausgeht. Bei der nächsten Partie werden die Rollen mal getauscht. Danach äußerte Andreas zu meiner großen Überraschung den Wunsch Herr der Ringe LCG zu spielen. Wir stecken dort in mitten des Düsterwaldzyklus fest und wir waren von einigen Missionen wenig begeistert, weil es uns an Übersichtlichkeit gefehlt hatte. Zu viele Regeln auf zu vielen unterschiedlichen Karten, aber ansonsten definitiv ein Spiel, das gefällt. Also wagten wir uns nach einigen Monaten Spielpause auf die Reise nach Rhosgobel. Die Mission mit der Rettung des verletzten Adlers gefiel mir auf Anhieb und wir starteten den Versuch mit meinem Hobbitdeck (mit Hilfe von Karten aus die schwarzen Reiter) und Andreas startete mit seinem mono roten Deck , das mit Legolas, Peppin und Gimli stark kämpferisch ausgelegt ist. Was soll ich sagen? Die “wenn aufgedeckt”-Effekte machten uns schwer zu schaffen und töteten meine Hobbits in Schallgeschwindigkeit. Zum Spaß noch einen zweiten Versuch: und wieder ganz schnell alle tot. Super.

Also bauten wir schnell mein Deck um, die Hobbits bringen uns hier gar nichts. Gloin und Denethor müssen uns jetzt helfen und einige Hobbitmäntel habe ich gegen Heilungskarten ausgetauscht. Außerdem bekam Andreas weitere Adler ins Deck und verbannte Pippin. Also auf ein Neues: wir versorgten zügig alle Charaktere mit Verstärkungen, weil sie diese gegen einen fiesen “wenn aufgedeckt” Effekt schützen und bekamen genügend Abenteuerpunkte zusammen. Trotzdem bekamen wir wieder ordentlich Schaden und schließlich starb unser Adler an seinen Verletzungen. Diese Runden haben uns aber wieder richtig viel Spaß gemacht und bei diesem Szenario gibt es auch keine Regelunklarheiten. Wir geben dem Spiel auf jeden Fall wieder eine Chance und freuen uns auf den nächsten Versuch den Adler nach Rhosgobel zu bringen.

Nach diesen zwei umfangreichen Spielen wollten wir am Abend eher was seichtes spielen und packten unser super tolles, von einem Freund gebautes Würfelbrett aus und zockten Kniffel! Auch wenn ich auf Facebook auf wenig Verständnis traf, mag ich das Spiel sehr gerne. Ab und zu darf es eben auch mal ein glücksabhängiges Spiel sein :-)

Am gestrigen Sonntag freute ich mich dann auf mein erstes reines Solo-Spiel “Freitag”. Die Regeln waren schnell gelesen und ich wagte mich auf die einsame Insel. Fünf Runden habe ich über den Tag verteilt gezockt und gerade mal zwei knapp gewonnen und das in Schwierigkeitesgrad 1! Auf jeden Fall will man sofort nochmal spielen und besser abschneiden. Man bemerkt sofort die Lernkurve, die das Spiel bietet. In der ersten Partie habe ich mir immer schön die einfachen Gefahren herausgesucht, um die ein oder andere auch mal bestehen zu können. Allerdings waren dann in Phase gelb und rot nur noch schwere Gefahren übrig, sodass ich schnell das Zeitliche segnete. Nimmt man zu Beginn schon schwierigere Karten raus, sind sie ersten in grün noch leichter zu bewältigen, zweitens sind sie dann aus dem Gefahrenstapel raus und drittens bekommt man bei Bestehen auch eine gute Kampfkarte in sein Deck. Schönes kleines Spiel, dass ich definitiv öfter zocken werde. Und es wird noch lange dauern, bis ich mich auf Level 2 begeben darf :-)

So das war mein Zocker-Wochenende und es wird bald weiter gezockt! Heute Abend hat mir Andreas eine weitere Runde Time Stories versprochen, Herr der Ringe will weiter gespielt werden und am Freitag ist Spieleabend bei uns zuhause, wo meine Freunde die Nervenheilanstalt von Time Stories zu Ende spielen möchten (ich bin dann Spielleiter). Außerdem möchte ich euch natürlich bald den dritten Durchlauf unserer eigenen Runde durch die Nervenheilanstalt beschreiben.

Bis dahin, LG Ina