Schlagwort-Archive: Joker

Ina zockt… Noch Mal!

Zu Weihnachten habe ich meinem Freund das kleine Würfelspiel Noch Mal! geschenkt und dieses Geschenk war ein voller Erfolg.

Wir haben es schon zig mal in sämtlichen Konstellationen gespielt und es hat bisher jedem gut gefallen. Die Regeln sind sehr simpel.

Jeder erhält ein Blatt zum Ankreuzen:

20170109_140659

 

Reihum wird nun mit den sechs Würfeln gewürfelt.

20170109_140721

Drei der Würfel (weiß) zeigen dabei die Farben des Blattes (grün, blau, gelb, rot und orange), die sechste Seite ist schwarz und stellt einen Joker dar. Die anderen drei Würfel (schwarz) zeigen Zahlen von 1 bis 5, die sechste Seite (das Fragezeichen) ist wiederum ein Joker.

Nun darf jeder Spieler der Reihe nach aus den Würfeln eine Kombination wählen und danach auf seinem Block ankreuzen. Bei der oben gezeigten Konstellation dürfte man z.B. folgendes ankreuzen: Fünf zusammenhängende Kästchen in gelb oder grün oder rot; ein Kästchen in gelb oder grün oder rot, oder eine beliebige Anzahl (von 1-5) in den gewürfelten Farben. Zu Beginn der Runde muss dabei immer in der Reihe H begonnen werden. Sinn machen würden daher entweder fünf gelbe Kästchen (unten) oder ganz oben das eine grüne Kästchen.

In den folgenden Runden muss immer entweder in Reihe H begonnen werden oder angrenzend an bereits angekreuzte Kästchen angekreuzt werden. Ab Runde vier eines Spiels gilt außerdem folgende Regel: Der Würfelnde Spieler sucht sich zwei der Würfel aus, die er zum Ankreuzen nutzen möchte und nimmt diese zu sich. Die anderen Spieler müssen sich nun aus den restlichen vier Würfeln eine Kombination aussuchen oder passen, dann würfelt der Nächste.

20170109_140648

Wenn ein Joker gewürfet wurde, kann man diesen nutzen, um sich eine Farbe (schwarzer Farbwürfel) oder eine Zahl (Fragezeichen beim Zahlenwürfel) auszusuchen. Nehme ich einen solchen Würfel in Anspruch, muss ich allerdings ein Ausrufezeichen unten auf meinem Zettel wegstreichen. Habe ich keine Ausrufezeichen mehr übrig, kann ich keine Joker mehr verwenden.

Punkte gibt es für alle abgeschlossenen Reihen von oben nach unten (also Reihe A bis O). Dabei bekommt immer der erste Spieler, der eine Reihe vollendet, die höhere obere Punktezahl. Erfüllen weitere Spieler die Reihe im Laufe des Spiels, erhalten sie nur noch die unteren Siegpunkte. Sobald man eine Reihe beendet, muss man das daher laut ankündigen, damit die anderen Spieler die obere Punktezahl wegstreichen. Außerdem gibt es Punkte für alle nicht genutzten Joker und dafür, wenn man eine Farbe komplett weggestrichen hat (hier bekommt der Erste wieder mehr Punkte). Hat ein Spieler zwei verschiedene Farben voll, endet das Spiel und es wird abgerechnet. Jeder nicht weggekreuzte Stern zählt außerdem zwei Minuspunkte am Ende des Spiels.

Natürlich macht es Sinn die Zettel der Mitspieler im Auge zu behalten. Hat ein Spieler z.B. die Farbe blau schon komplett und die Farbwürfel zeigen nach meinem Wurf „rot, blau, blau“, macht es Sinn den roten Würfel zu nehmen, damit der andere Spieler passen muss.

Bei folgendem Wurf, kann man außerdem die Spieler zum Joker zwingen, oder eben zum Passen. Man nimmt ihnen die Zwei einfach weg.

20170109_144126

Noch Mal! kann man außerdem prima solo spielen. In dieser Variante würfelt man nur mit vier Würfeln. Außerdem wird nach jeder Runde ein Strich in der Alphabetenreihe gemacht, sodass das Spiel auf 30 Runden begrenzt ist. Danach wird abgerechnet. In meinen Solo-Partien ist es oft dazugekommen, dass ich passen musste. Daher konnte ich Punkte-technisch noch nicht viel reißen. Es macht aber Spaß sich dort zu verbessern, da das Ergebnis der Siegpunkte in kleinste Schritte unterteilt ist. (Nicht wie bei The Game – alles unter 10 Karten ist gut).

1483967863134-1793278496

 

Der Name des Spiels ist auf jeden Fall Programm, denn eine Runde ist schnell gespielt und man möchte es auf jeden Fall beim nächsten Mal besser machen. Ich kann dieses schöne kleine Spiel daher uneingeschränkt empfehlen, egal ob für abends nach einem anstrengenden Arbeitstag solo oder zu zweit, oder mit mehreren am Wochenende mit Freunden und Familie, egal ob mit Gelegenheitsspielern oder als Absacker mit Vielspielern 🙂

Ina zockt… Fabelsaft

Gestern hatten wir mal wieder unseren monatlichen Spieleabend unter Freunden.

Relativ schnell viel die Wahl auf Fabelsaft, da es recht einfach ist und jeder Lust auf etwas Neues hatte. Fabelsaft ist schnell erklärt: es werden sechs verschiedene Aktionskarten ausgelegt und davon gibt es jede vier Mal. Es entstehen also sechs Stapel mit je vier identischen Aktionskarten in der Auslage. Außerdem gibt es einen Stapel mit Früchtekarten, von dem zu Beginn des Spiels jeder Spieler zwei Karten erhält.

20161020_175417

Es geht in dem Spiel darum mit seinen Früchten Säfte zu kaufen. Diese kosten bspw. drei Erdbeeren und eine beliebige Frucht. Die ausliegenden Aktionskarten dienen einmal dazu Aktionen auszuführen, durch die man zu weiteren Früchtekarten kommt, und zum anderen können diese Karten für die unten aufgedruckten Kosten gekauft werden und man erhält einen Saft. Das ist im Grunde schon alles. Zu Beginn des Spiels gibt es also sechs unterschiedliche Aktionen. Ist man an der Reihe, stellt man seine Figur auf eine beliebige Aktionskarte und führt diese aus, z.B. „Ziehe zwei Früchte“. Alternativ kann man den Saft auch kaufen, wenn man die Kosten bezahlen kann. Tut man das, wird die oberste Karte dieses Stapels genommen und der Spieler erhält diese als Saft (er dreht die Karte um und legt sie vor sich ab). Wurde diese Aktionskarte insgesamt vier mal gekauft, sind alle Karten dieser Aktion weg und sie steht ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Dafür wird aber bei jedem gekauften Saft eine neue Aktionskarte vom Vorrat genommen und der Auslage beigefügt. Der Vorrat ist so sortiert, dass immer vier Mal die gleiche Aktionskarte hintereinander kommt, sodass nicht bei jedem gekauften Saft eine komplett neue Aktion hinzukommt, sondern erst wieder nachdem alle vier Karten der neuen Aktion hinzugekommen sind. Und so verändert sich das Spiel je länger man daran spielt. Einige Aktionen fallen weg, andere kommen dazu. Es gibt auch die Möglichkeit „abzuspeichern“. Man notiert dazu zum Ende des Spiels die jetzt ausliegenden Aktionskarten und legt die gekauften Säfte ab. So kann man das nächste Spiel wieder an dieser Stelle fortführen.

Wir waren zwar zu sechst, aber wir sahen keinen Grund, warum Fabelsaft nicht auch mit sechs Leuten funktionieren sollte (eigentlich ist es für 2-5 Spieler angegeben). Wir haben einfach anstatt der üblichen 24 ausliegenden Karten insgesamt 28 Karten ausgelegt, damit mindestens ein Aktionsfeld immer frei bleibt.

Dank der simplen Regeln hat jeder schnell ins Spiel gefunden und Fabelsaft-Neulinge haben die gleichen Gewinnchancen wie alte Hasen. Es hat allen Beteiligten spaß gemacht und es wurde eifrig abgespeichert, damit wir an einem anderen Abend dieses Spiel weiterführen können. Die Illustrationen sind einfach schön anzusehen und sprechen sowohl kleine als auch große Spieler an. Das Spiel lebt davon, dass man gespannt ist, welche Aktion als nächstes dazu kommt. Die Auslage kann durchaus knackig werden, wenn es nur noch wenig gute Aktionen gibt. Denn sind die Karten bereits von anderen Spielern besetzt, kann man diese nur nutzen, wenn man die besetzenden Spieler mit Früchten bezahlt. Einfach ein rundum gelungenes, recht einfaches Kartenspiel, welches bisher jedem gut gefallen hat und ich habe es schon einigen gezeigt, weil es sich meiner Meinung nach für fast alle Spielegruppen eignet. Entweder als Einstieg oder Abschluss eines ansonsten sehr denklastigen und Zeit einnehmenden Brettspieltages oder als Hauptspiel für Gelegenheitsspieler.