Ina zockt… die Exit-Spiele von Kosmos

Für alle, die gerne mal etwas anderes am Abend machen wollen als die x-te Serie schauen, oder für die, die zu gern mal mit ihren Freunden den Abend anders als nur mit Essen und Trinken verbringen möchten oder für die, die sowieso sehr gerne spielen aber mal etwas Abwechslung möchten,  empfehle ich: schaut euch die Exit Spiele mal an!

Ich finde diese Spiele kann man wirklich mit jedem spielen. Egal ob Vielspieler oder nicht. Wenn man ein wenig Spaß am Rätsel hat, macht man mit diesen Spielen nichts verkehrt! Oft erhält man die Spiele im Angebot schon für 9,99 € und kann dann mit bis zu sechs Personen 1-2 Stunden Spaß haben. Das lohnt sich garantiert auch wenn man die Spiele nur ein einziges Mal spielen kann, weil man das Material beschädigt (Knicken, Ausschneiden) und weil man die Lösungen dann ganz einfach weiß. Manche machen sich tatsächlich die Mühe und kopieren vorher alles, um das Spiel weiter geben zu können, doch ich denke die 10 Euro kann jeder, der Interesse daran hat, investieren ganz ohne Kopier- und Ausradier-Stress 🙂

Bald erscheinen die neuen Titel der Exit Games Reihe, daher wollte ich kurz von meinen bisherigen Erfahrungen berichten – absolut Spoiler frei.

Was macht man überhaupt bei so einem Spiel?

Man öffnet die kleine Schachtel und findet darin nicht viel mehr als eine Drehscheibe, einen Stapel Karten, ein Heftchen und eine Anleitung.

Die Anleitung erklärt einem, dass man sich die Rückseiten der Karten nicht anschauen darf, denn sie enthalten Hilfestellungen und Lösungen. Man sortiert sie ganz einfach nach ihren Rückseiten und erhält je drei Hilfekarten mit einem bestimmten Symbol, einen Stapel mit blauen Lösungskarten und einen roten Stapel mit dem man letztendlich spielt.

Man bekommt eine kurze Rahmenstory vermittelt. Wo befindet man sich, was ist passiert… grundsätzlich geht es darum aus einem verschlossenen Raum durch cleveres Rätseln zu entkommen.

Dazu nimmt man sich jetzt einfach das beiliegende Heftchen und beginnt darin zu stöbern. Man findet viele Rätsel, die alle mit einem bestimmten Symbol gekennzeichnet sind. Das dient als Hilfe welche Objekte zusammengehören (welche Karte hilft bei welchem Rätsel) und man benötigt es, um die Lösung zu überprüfen. Je nach Spiel benötigt man Zahlen, Buchstaben oder Symbole, die man in die Drehscheibe eingeben kann. Dazu ein frei erfundenes Beispiel:

Man arbeitet gerade an einem Rätsel mit dem Symbol „Kreis“. Man kommt dadurch auf ein Ergebnis 1,2,3. Nun gibt man auf der Drehscheibe unter dem Kreis die Zahlen 1,2,3 untereinander ein und erhält wiederum einen Lösungs-Buchstaben, z.B. A.

Nun sucht man die Lösungskarte A heraus um zu überprüfen, ob das Ergebnis richtig ist oder nicht. Auf der Karte steht dann so etwas wie „Die Lösung könnte richtig sein…“ Dazu muss man dann noch schauen auf welchem Gegenstand im Heft sich der Kreis befindet. Im Heft ist ein Raum abgebildet, in dem ihr euch sozusagen befindet und ihr entdeckt dort eine TÜR, die mit dem Kreis-Symbol versehen ist. Also müsst ihr auf der Lösungskarte A schauen welche Zahl  hinter der TÜR steht. Diese Zahl steht wiederum für eine Lösungskarte, die euch dann entweder mitteilt, dass das Rätsel „Kreis“ gelöst wurde und ihr weitere Karten für andere Rätsel erhaltet, oder eben dass ihr leider falsch liegt.

Die Rätsel an sich sind sehr unterschiedlich: Symbole zählen, um die Ecke denken, zwischen den Zeilen lesen, usw. Daber kommt auch bei dem dritten Teil keineswegs Langeweile auf, denn jedes Spiel enthält mindestens ein Highlight, was einen verblüfft. Den Autoren gehen hier offensichtlich nicht die Ideen aus.

Oft hat man gleichzeitig mehrere Rätsel vor sich liegen, weil man Karten für das Rätsel „Kreis“, „Plus“ und „Minus“ erhalten hat. Dadurch ist immer jeder ins Geschehen involviert und kann sich einem Rätsel annehmen, während zwei andere vielleicht an etwas anderem puzzeln.

Wenn man nicht weiter kommt, ist es oft sinnvoll das Rätsel erst einmal zur Seite zu legen und sich an etwas anderem zu versuchen, denn oft fehlt einem dann einfach noch eine wichtige Komponente, um es lösen zu können. Sollte man allerdings wirklich mal nicht weiter kommen, kann man sich Hilfe holen. Zu jedem Rätsel gibt es Hilfekarten. Kommt man z.B. bei dem Rätsel mit dem „Plus“ nicht weiter, kann man die oberste Hilfekarte zu dem Symbol Plus ziehen. Sie enthält meistens nur einen kleinen Hinweis. Hilft einem das nicht weiter, gibt es einen deutlicheren Hinweis auf der zweiten Karte. Und sollte man dann tatsächlich immer noch auf dem Schlauch stehen, bietet die dritte Hilfekarte sogar die Lösung dieses einen Rätsels, damit man eben weiter spielen kann. Dieses System ist wirklich super durchdacht. Es kann natürlich vorkommen, dass man eine Hilfekarte zieht, die einem dann nur etwas mitteilt, was man schon wusste. Es kann aber auf keinen Fall passieren, dass man das Spiel abbrechen muss oder es großartig frustriert, nur weil man bei dem einen Rätsel einfach keine Idee hat.

Zu guter Letzt gibt es im Anleitungsheft dann noch eine Wertung. Man spielt das Ganze nämlich auf Zeit. Je nachdem wie schnell man aus dem Raum entkommen konnte und wie viele Hilfekarten man in Anspruch genommen hat, fällt dann das Ergebnis aus.

Wir haben die bisherigen drei Teile immer in einer Gruppe von 4-6 Leuten gespielt und ich kann sie nur wärmstens empfehlen.

Jeder stürzt sich eifrig auf das Heft, um die Rätsel zu analysieren und zu schauen wo man schon etwas lösen kann. Wenn aufgrund einer erfolgreichen Lösung neue Karten vergeben werden, will jeder sehen welches Symbol sie haben, um die richtige Seite im Heft aufzuschlagen und los zu rätseln. Hier kommt es oft zu AHA-Effekten, wenn man schon vorher am Rätsel „Minus“ getüftelt hat und nicht weiter gekommen ist und jetzt erst eine dazugehörige Karte auftaucht.

Alles in allem hatte bisher jeder Spaß mit den Exit-Spielen und jeder konnte zu irgend einer Lösung beitragen. Was der eine nicht kapiert, sieht ein anderer auf den ersten Blick und manchmal kommt die Eingebung gemeinsam 🙂

Also für alle, die bisher noch nicht in den Genuss gekommen sind: Kauft euch einen der Teile für den nächsten Abend mit Freunden! Auch Wenig- bis Gar-Nicht-Spieler werden ihren Spaß damit haben.

Und für alle anderen: Die nächsten Teile stehen bereits in den Startlöchern. Es darf also bald weiter gerätselt werden.

Andere Spiele dieses Genres wie Unlock, Escape the Room und was es da sonst noch alles so gibt, habe ich bisher nicht getestet.  Ihr könnt mir ja gerne mal berichten, was sich davon lohnt.

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Ein Gedanke zu „Ina zockt… die Exit-Spiele von Kosmos“

  1. Ich habe inzwischen alle Escape-Room-Spiele auf dem Markt testen können und jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Super fand ich das „Unlock“-Abenteuer auf der Insel, weil man zuerst in zwei getrennten Teams spielt und nicht direkt miteinander kommunizieren darf.

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