Herr der Ringe – Mission 3 (Grundspiel)

Nachdem wir uns an der zweiten Mission der Grundbox die Zähne ausgebissen haben, haben wir uns am vergangenen Wochenende etwas „ängstlich“ an die dritte Mission gewagt. Beim ersten Versuch haben wir die leichte Variante gewählt und die Karten mit goldener Umrandung aussortiert.

Wir starteten mit den gleichen Decks wie auch schon bei Mission 2. Als Helden wählten wir Aragorn, Eowyn und Eleanor und Thalin, Gimli und Legolas. Per Würfel ermittelten wir Eowyn als die Gefangene, die es zu retten gilt und bis dahin nicht genutzt werden kann.

Obwohl uns die Willenskraft in der Abenteuerphase deutlich fehlte, gelang es uns meistens dennoch einen Fortschritt zu generieren. Andreas wählte alle Gegner freiwillig zum Kampf aus, um meine Helden zu schützen, falls es eng wurde, wurde Aragorn nochmal spielbereit gemacht, um einen Gegner zu blocken. Mit den Verratskarten hatten wir ein paar Mal Glück und der Fährtenleser war äußert hilfreich, da die Mission doch sehr ortslastig ist.

Leider ist uns auch dieses Mal ein Spielfehler unterlaufen: Nachdem Eowyn gerettet wurde, hätte der Nazgul sofort die Aufmarschzone betreten müssen. Leider stand das aber nicht auf der Abenteuerkarte, sondern auf dem Nazgul selbst, sodass wir das zu spät gesehen haben. Da wir aber zu diesem Zeitpunkt zusammen mit Eowyn reichlich Punkte mit ins Abenteuer nehmen konnten, hätte das das Spiel vermutlich nur ein wenig verzögert. Alles in allem hatten wir in dieser Version wenig Probleme die Mission zu schaffen.

Mutig und keineswegs mehr ängstlich stürzten wir uns gleich nochmal in das Szenario, dieses Mal mit allen Karten. Was soll ich sagen… wir hatten absolut keine Chance. Aragorn war diesmal der Gefangene, sodass alle meine lila Karten nicht nutzbar waren und wir sind seeehr schnell kläglich gescheitert.

Ich muss sagen, dass mir das Szenario sehr gut gefällt, da ich hier das erste Mal das Gefühl hatte eine Story durchzuspielen. Mit dem Gefangen und dem lauernden Nazgul…. Da kann man sich richtig rein versetzen 🙂

Am Freitagabend hab ich dann die Saga-Erweiterung die Schwarzen Reiter erhalten und habe mir daraus gleich mal ein Deck gebaut. Da wir meistens Probleme mit der Bedrohung haben, weil wir zu wenig Abenteuerpunkte erzielen und ich bei meinen Farben lila und blau bleiben wollte, hab ich als Helden Dick Bolger, Sam und Eowyn gewählt. Eowyn ist auch deshalb gesetzt, weil Andreas` Deck grüne Verbündete enthält, die er gar nicht spielen kann. Diese will er für Eowyn abwerfen, sodass ich sie ggf. aus dem Ablagestapel aufs Spielfeld holen kann. Außerdem habe ich noch die Fernkämpfer ins Deck genommen, weil Andreas hauptsächlich die Kämpfe austragen soll.

Und so haben wir uns noch einmal dem dritten Abenteuer der Grundbox gestellt.

Legolas wurde gefangen genommen und Thalin hat recht schnell die Verstärkung erhalten, die ihn nur nochmal enttappen lässt, wenn man zwei Ressourcen aus seinem Vorrat zahlt. Damit war Andreas schon ganz schön ausgebremst. Aber gleich zu Anfang hatten wir insgesamt drei Mal Gandalf auf der Hand, also haben wir uns nicht entmutigen lassen. Mit Eowyn, Sam und später noch Faramir war die Abenteuerphase kein Problem. Dick Bolger habe ich mit dem Hobbitmantel ausgestattet, sodass ich diesen immer als Blocker in der Hinterhand hatte. Andreas hat soviele Verbündete rein gebracht wie möglich (leider ist in diesem Abenteuer nur einer pro Gruppe und Runde erlaubt, daher durfte ich keinen rein bringen). So konnte er sich aber gut gegen die angreifenden Monster wehren. Meine Hobbits waren nach und nach doch sehr angeschlagen und überlebten nur, weil ich später „Lutz, das Pony“ ins Spiel bringen konnte und sie dadurch einen weiteren Widerstandspunkt erhalten haben. Leider habe ich die Karte nicht gezogen, die mich den heilenden Verbündeten aus Andreas` Ablagestapel ins Spiel bringen lässt. Eowyn hat sich der Zielkarte Gandalfs Karte angenommen, da sie sowieso nie gekämpft hat und wir konnten Legolas befreien. Dem dann erschienenen Nazgul hat Gandalf direkt mal vier Schaden verpasst und ist dann mit aufs Abenteuer. Andreas hat den Nazgul sofort zum Kampf herausgefordert und ihn vom Angriff gehindert dank Finte. Legolas, Beorn und Gimli haben ihm dann innerhalt einer Runde den Rest gegeben und eine Spinne blieb mit Andreas im Kampf verwickelt. Wir haben also schnell noch die restlichen Ziele beansprucht. Unsere Bedrohung lag bei um die 40, also alles im grünen Bereich. Gleich in der ersten Runde konnten wir dank Eowyn, Sam und einem weiteren Gandalf fünf Fortschrittsmarker auf der letzten Abenteuerkarte platzieren. Legolas hat u.a. die Orks verhauen, sodass er die letzten beiden Marker platzieren konnte. Da der Nazgul bereits bekämpft war, haben wir das Spiel gewonnen. HURRA!!!

5 Gedanken zu „Herr der Ringe – Mission 3 (Grundspiel)“

  1. Gratuliere Euch, zum dritten Szenario ein Tipp .. die Objekte sind alle „eingeschränkt“. Und in der dritten Abenteuerphase werden diese nicht mehr benötigt. … Evtl hilft Euch das ein wenig.
    Ansonsten … dass die Abenteuerkarte nichts zum Nazgul sagt, ist ein Schnitzer, der in späteren Abenteuern nicht mehr vorkommt. Man vergisst ihn so einfach mal.

    1. Ok, ich kann die Verstärkungen aber nicht ablegen ohne eine Karte oder einen Effekt, der mir das erlaubt, oder?

      Ich denke ich werde heute Abend mal Decks bauen, mit denen wir uns dann der Saga-Erweiterung stellen. Am Besten ein reines Hobbit-Deck und eines aus den Helden der Grundbox, schätz ich oder? Weitere Karten habe ich ja leider (noch) nicht.

  2. Hallo zum Dritten,
    Jans Anregung, die ich von Crabble resp. in seinen Blog-Spielberichten fand, ist mal wieder so tricky, dass ich da nie drauf gekommen wäre, um uns das Leben zu erleichtern. Und auch dann muss man es ja auch erstmal können:)

    Nicht schlecht, dass und wie ihr da durchs dritte Abenteuer marschiert seid; da hatten wir bedeutend mehr bittere Momente, wobei ich gar nicht mehr weiß, wer da alles in Dol Guldur festgesetzt wurde. Mal Eowyn, wo wir uns dann im Abenteuer zu schwer taten, dann Legolas, weshalb das mit dem Kämpfen (und v.a. dem Fortschritt durch ihn) mühsam wurde usw.
    Eine Frage: „Andreas wählte alle Gegner freiwillig zum Kampf aus.“
    Das liest sich so, als hätte er von sich aus/freiwillig mehr als einen Gegner in einen Kampf verwickelt. Je Spieler kann man jedoch nur einen zu sich holen und muss dann mittels regulärer Kampfprobe schauen, wohin die weiteren Gegner kommen. Also wenn ihr da situativ 3 oder mehr Gegner hattet, konnte Andreas nur einen vorab zu sich holen, woraufhin (je nach Bedrohung natürlich) der kampfbereiteste Gegner der verbleibenden 2+ zum Startspieler gestürmt wäre, der nächstbereiteste zum zweiten Spieler usw.

    1. Zum Einen hatten wir wirklich Kartenglück. Bittere Verratskarten sind oft als Schattenkarte in den Ablagestapel gewandert.
      Hier haben wir tatsächlich mehrere Gegner freiwillig in einen Kampf entwickelt, was dann wohl nicht korrekt war. Es war uns nicht bewusst, dass man nur einen Gegner pro Spieler auswählen darf. Also war der Sieg ja auch nicht ganz „rechtmäßig“ 😉
      Außerdem haben wir auch den Kartenpool der schwarzen Reiter genutzt, was einem definitiv einen Vorteil gibt. Sam und Eowyn können das Abenteuer schon fast alleine bestreiten. Trotzdem waren wir selbst überrascht wie gut das auf einmal funktioniert hat. Wir hatten wirklich kaum Probleme bei dieser Partie. Vielleicht ein Glücksfall. Wird definitiv noch öfter getestet.

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