Terra Mystica

Seit einigen Wochen besitze ich das viel gelobte Vielspieler-Spiel Terra Mystica.

Es handelt sich um ein Strategiespiel, das 14 verschiedene Völker mit sich bringt und besonders gelobt wird, weil je nach Volk ganz unterschiedliche Strategien gespielt werden können.

Meine Meinung dazu: Ich merke keine enormen Unterschiede in der Spielweise. Wir spielen das Spiel ausschließlich zu zweit. Die Kulte bringen NICHTS. Es ist ein enormer Aufwand in den Kulten vorwärts zu kommen und die paar Pünktchen, die man da gut macht (nämlich 12 Punkte anstatt 6, wenn man in einem Kult weiter vorne ist) sind das einfach nicht wert. In der Zeit baut man lieber massig Gebäude, um an die größte Stadt zu gelangen oder weil es in der aktuellen Runde eh für jedes Häuschen Siegpunkte gibt. Wer die meisten Städte, bzw. die größte Stadt baut, gewinnt. Fertig. Und das ist bei jedem Volk so. Natürlich kann ich bei dem einen Volk eine bestimmte Gebäude-Art bevorzugen, weil man diese dort günstig bekommt, aber am Spiel selbst ändert das sehr wenig.

Da lobe ich mir ein Civilization, das sich wirklich von Volk zu Volk sehr unterscheidet.

Terra Mystica ist einfach zu mechanisch, die Anleitung sehr schlecht, da man ewig blättert, wenn man etwas nachlesen möchte und thematisch kommt hier bei mir einfach nichts rüber. Es reizt mich nicht einmal wirklich die bisher noch nicht ausprobierten Völker zu spielen.

Für den enormen Preis (knapp 50€) bin ich wirklich enttäuscht von dem Spiel. Es mag sein, dass es sich mit mehreren Spielern besser spielt, aber die Einstiegshürde ist so enorm hoch, dass wir keinen kennen, der sich das antun möchte. Wirklich schade.

Das wird eins der ersten Spiele, das ich nochmal verkaufen werde.

Wenn mir jemand die Stärken des Spiels nochmal Nahe bringen kann, gebe ich ihm vielleicht noch eine Chance.

2 Gedanken zu „Terra Mystica“

  1. Hallo Ina,
    Terra Mystica ist mMn auch nicht wirklich ein 2-Spieler-Spiel. Bei zwei Spielern geht vieles verloren ..
    – das Rennen auf den Kult-Leisten
    – die Machtgewinnung, sollte man in der Nachbarschaft bauen
    – Wettkampf um die Machtaktionen
    – Erstspieler-Wahl

    „Rennen auf den Kult-Leisten“
    Bei 3+ Spielern werden die Kult-Leisten bedeutender. Da man ggf früher merkt, dass man nicht der Spieler mit der größten Stadt sein wird, so dass man hier noch ein paar Punkte machen kann.

    „die Machtgewinnung, sollte man in der Nachbarschaft bauen“
    Bestimmte Gebäude geben dem Nachbarn Macht, sollte man in dessen Nähe bauen. Im Spiel zu zweit wird man sich ggf. gar nicht in die Quere kommen, so dass diese Machtgewinnung kaum bis gar nicht stattfindet – ist aber ein taktisches Element.

    „Wettkampf um die Machtaktionen“
    Die Machtaktionen auf dem Spielplan können schon mal spielentscheidend eingesetzt werden. Bei 3+ Spielern hat man einfach mehr Mitbewerber, gegen die man sich durchsetzen muss.

    „Erstspieler-Wahl“
    Im Spiel zu zweit kann es total egal sein, ob man Startspieler ist oder nicht, bei 3+ Spielern ist es mitunter taktisch klug nicht immer Startspieler zu sein oder aber auch zu beginnen, um eben begehrte Aktionen zuerst auszuführen.

    1. Da gebe ich dir völlig Recht. Ich habe es wie gesagt noch nicht mit mehreren Spielern ausprobiert, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es dann zu mehr Konkurrenzkampf kommt. Ich hatte im Vorfeld gelesen es sei auch zu zweit super spielbar, aber ich finde dem ist nicht so. Natürlich kann man auch ab und zu eine Runde zu zweit bestreiten, wenn man Spaß an dem Spiel hat. Aber seine Stärken wird es vermutlich erst im Spiel zu dritt oder zu viert entfalten. Also für Leute, die meistens zu zweit spielen, nicht empfehlenswert. Schade ist, dass es sehr Regel lastig ist, sodass man es auch nicht mal eben auf die schnelle jemandem beibringen kann.
      Da lobe ich mir ein Agricola, das zu zweit wirklich ebenso gut funktioniert wie zu dritt oder viert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.