Imperial Settlers

Nach drei gespielten Runden erläutere ich euch meinen ersten Eindruck. Ich habe alle Runden mit den Römern gespielt und mein Freund hatte die Barbaren.

Man baut mit Karten sein Reich auf. Der Anfang ist dabei gar nicht so einfach, denn man startet mit nur wenigen vom gespielten Volk anhängigen Ressourcen. Diese reichen meistens gar nicht aus, um ein erstes Gebäude  zu errichten, geschweige denn mehrere. Hierzu muss man ggf. zuerst Handkarten mit Hilfe eines Schwertes zerstören, denn die meisten Karten haben eine Zerstörungsprämie in Form von Rohstoffen, Münzen oder Arbeitern.

So versucht man Rohstoffe zu gewinnen, um dann wichtige Produktionsstätten zu bauen. Sobald man einen Produktionsort gebaut hat, werfen diese bereits das erste Mal Rohstoffe ab. Dadurch entstehen Spielzugketten wie: Ich zerstöre erst die Karte X, damit ich Stein und Holz bekomme. Damit baue ich den Ort Y, der generiert mir dann zwei Arbeiter und die kann ich im nächsten Zug gegen eine Karte eintauschen, die mir hoffentlich weiterhilft.

Man versucht also in jeder der fünf Runden möglichst viel machen zu können, um vor allem die Ausgangssituation für die nächste Runde zu verbessern. Das Gemeine ist, dass jedes Volk nur eine Art von Rohstoffen lagern kann, alles andere kann nicht gesammelt werden und wandert nach Ende der Runde wieder in den allgemeinen Vorrat. Daher muss man schauen, dass man die Rohstoffe alle nutzt oder noch in den Rohstoff umwandeln kann, den man behalten darf (bei den Römern z.B. Schwerter). Handkarten darf man hierbei immer behalten. Eine weitere Schwierigkeit ist, dass der Bau einiger Gebäude voraussetzt, dass ein anderes abgerissen wird. Aber kann ich jetzt eher auf die Produktion von Holz verzichten oder auf ein Gebäude, mit dem ich jede Runde Siegpunkte erhalten kann? Man wird bei Imperial Settlers ständig vor Entscheidungen gestellt, welche hier die richtigen sind, kann ich noch nicht beurteilen 🙂

Da wir bisher sehr mit uns selbst beschäftigt waren und kaum Augen für den Mitspieler hatten, haben wir bisher die friedliche Variante gespielt. In der herkömmlichen Variante kann man mit Hilfe der Schwerter nämlich auch noch gegnerische Gebäude zerstören.

Imperial Settlers ist also ein sehr taktisches Spiel. Die Strategie kommt hierbei etwas kürzer, da man sehr abhängig von den gezogenen Karten ist.

Ich freue mich darauf im nächsten Spiel vielleicht mal mehr Punkte abzuräumen, bisher haben wir die 50er Marke nur knapp geknackt. Außerdem müssen die Ägypter und Japaner noch ausprobiert werden 🙂

 

Das Spiel regt definitiv zum Grübeln an und ist trotz einfacher Regeln alles andere als das. Da kann die Birne schon mal qualmen.

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