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Ina empfiehlt Spiele für Gelegenheitsspieler

Mittlerweile habe ich mich zu einem Brettspiel-Freak gemausert und lerne immer mehr Leute kennen, die genau so verrückt sind wie ich 🙂

Allerdings bekomme ich auch immer öfter mit, dass es sehr viele Leute gibt, die gerne ab und zu spielen, aber gar nicht wirklich wissen, dass es viel mehr gibt als Monopoly und Phase 10 (wobei ich diese Spiele nicht abwerten möchte). Will man sich als Gelegenheitsspieler bei Karstadt und Co oder im Internet über geeignete Gesellschaftsspiele informieren, ist man oft hilflos verloren. Dass es dafür diverse YouTube-Kanäle, Foren oder Blogs gibt, wissen viele gar nicht und haben daran evtl. auch wenig Interesse, denn es ist ja nur ein gelegentliches Hobby.

Deshalb möchte ich hier ein paar Spiele vorstellen, die ich jedem empfehlen möchte, der sich nicht wie ich mehrere Stunden pro Woche mit Spielen beschäftigt. Sie sind eher als gehobene Familienspiele bzw. eben für Gelegenheitsspieler anzusehen. Natürlich können diese Spiele als Einstieg in die Welt der komplexeren Spiele dienen, müssen es aber nicht.

Ihr könnt außerdem unter dem Reiter „Über mich“ nachlesen welche Spiele ich selbst besitze. Gerne könnt ihr mich zu jedem dieser Spiele befragen. Tretet dafür gerne meiner FB-Gruppe bei oder schreibt mir hier bei „Wer zockt was“. https://www.facebook.com/groups/1639420316281909/

Vorab zwei Klassiker:

Die Siedler von Catan: Wer kennt es nicht? Es gilt vermutlich als DER Klassiker im Bereich der Brettspiele, da es mit seinem variablen Spielplan den Weg dafür geebnet hat, dass keine Partie der anderen gleicht. Das Grundspiel hat keine komplexen Regeln und dürfte für keinen Spieler zu schwierig sein. Es geht darum sich auf der Insel Catan auszubreiten, an Rohstoffe zu gelangen und mit den Mitspielern diese zu tauschen. Es bietet damit auch einiges an Interaktion.

Es gibt etliche Erweiterungen zu dem Spiel, die es immer umfangreicher und komplexer werden lassen. So kann man mit einem simplen Spiel beginnen und sich mit Hinzunahme der Erweiterungen zu einem herausfordernden Spiel hinbewegen.

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Carcassonne: Ähnlich verhält es sich mit Carcassonne. Es ist im Grunde ein einfaches Plättchen-Legespiel. Wenn man an der Reihe ist zieht man blind ein Plättchen aus dem Sack und versucht es bestmöglich an die bestehende Landschaft anzulegen. Dann kann man auf das angelegte Plättchen eine Spielfigur setzen, die einem je nach Landschaftsart Punkte einbringt. Bei dem Spiel kann man entweder gemütlich vor sich hin bauen oder man konfrontiert den Gegner, indem man seinen Weg verbaut oder sich in seine wertvolle Burg mit einmünzt. Auch zu Carcassonne gibt es unzählige Erweiterungen, die das Spiel bereichern können. Neuere Spiele wie Cacao, der Palast von Alhambra und Isle of Skye sind auf den Mechanismus mit den Plättchen aufgesprungen und sind ebenfalls tolle Spiele.

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Weitere Titel:

Kingdom Builder: Bei diesem Spiel setzt man in jeder Runde drei seiner zahlreichen Häuschen und zwar so, dass sie möglichst viele Siegpunkte bringen. Dabei ändert sich in jeder Partie eine andere Voraussetzung Punkte wert. Einmal lohnt es sich seine Häuschen ans Wasser zu setzen und weit zu verstreuen, ein anderes Mal gibt es nur Punkte für Bergegebiete und möglichst zusammenhängende Siedlungen. Auch bei diesem Spiel sind die Regeln an sich ganz einfach, und trotzdem besitzt es eine taktische Tiefe. Denn man muss immer angrenzend an seine bestehenden Häuschen anbauen und gleichzeitig eine bestimmte Landschaftsart bedienen. Die Kunst besteht darin, diese Regeln außer Kraft zu setzen, indem man seine Häuser so setzt, dass man z.B. bei der nächste Wiese nicht angrenzend bauen KANN.

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Stone Age: Dieses Spiel eignet sich hervorragend als Einstieg in die Worker-Placement-Spiele. Was das ist kann ich euch erklären J Jeder Spieler verfügt über Arbeiter-Figuren. Diese werden auf verschiedene Aktionsfelder gesetzt, um diese Aktionen dann ausführen zu können. Im Falle von Stone Age kann ich meine Arbeiter z.B. in den Wald schicken, um Holz zu erhalten. Je mehr Männer ich einsetze, umso besser stehen die Chancen viel Holz zu bekommen. Außerdem muss ich mein Volk durch Nachwuchs vermehren, ich muss meine Leute aber auch ernähren können, sonst gibt es Minuspunkte. Siegpunkte gibt es später für gebaute Hütten, Anzahl der Männer und weitere Komponenten. Wer Stone Age mag und auf komplexeres aus ist, sollte sich unbedingt Village und Agricola ansehen.

Zombicide: Brettspiele sind irgendwie immer gleich, ein wenig uncool und ich verliere eh immer? Wenn ihr Freunde habt, die diese Meinung vertreten, dann zeigt ihnen Zombicide! Es gibt nichts spannenderes wie massenhaft Zombie-Miniaturen, die durch die Stadt wandeln um uns aufzufressen. Und wie cool ist es eigentlich, wenn ich eine Kettensäge finde, mit der ich gleich mehrere Zombies weg schnetzeln kann? Außerdem ist es ein rein kooperatives Spiel. Entweder es gewinnen alle, oder man geht gemeinsam unter. Jeder, der schon einmal einen Zombiefilm (oder Serie, hallo??) gesehen hat, wird die vielen Regeln schnell verinnerlicht haben und großen Spaß mit dem Spiel haben. Versprochen! Lest euch meine zahlreichen Berichte zu Zombicide durch, wenn ich euer Interesse geweckt habe. Ähnliche Spiele: Winter der Toten; nicht kooperativ, aber tolle Miniaturenspiele: Blood Rage, Arcadia Quest,

Zombicide Bericht

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Fabelsaft: Etwas leichtere Kost bietet Fabelsaft. Es kann gut und gerne auch mit Kindern gespielt werden. Fabelsaft startet als einfaches Kartenspiel. Es liegen sechs unterschiedliche Aktionskarten aus, die man mit seiner Figur auswählen kann. Ziel ist es durch die Aktionen an Früchte zu kommen, mit denen man dann Siegpunkte in Form von Fruchtsäften kaufen kann. Der Clou des Spiels ist, dass die Aktionskarten, die gleichzeitig die Säfte darstellen, nach und nach weggekauft werden und durch neue ersetzt werden. So stehen irgendwann ganz andere Aktionen zur Verfügung. Das Spiel verändert sich sozusagen während des Spielens und man braucht so einige Partien, bis man alle Aktionskarten durchgespielt hat. Im Laufe des Spiels steigt dann auch die Komplexität. Einfache Aktionen wie „Ziehe zwei Früchte“ verwandeln sich dann in Aktionen wie „biete deinen Mitspieler Früchte an, ziehe für jede genommene Frucht, zwei andere vom Stapel nach“.

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The Game: Ein simples kooperatives Kartenspiel, dass schnell gespielt ist! Ihr wollt mal etwas Kooperatives ausprobieren, habt aber keine Geduld für stundenlange Brettspielabende? Dann probiert The Game aus! Es spielt sich ähnlich wie Elfer raus! Es werden zahlen von 1 bis 100 an vier verschiedene Stapel angelegt und Ziel ist es möglichst alle Karten anlegen zu können, bevor die Reihen dicht sind. Dabei muss man mit den Mitspielern geschickt kommunizieren ohne die genauen Zahlenkarten auf der eigenen Hand zu verraten. Ähnliche Spiele: Hanabi, Hornochse, 6 nimmt

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Legenden von Andor: Wer sich am PC schon gerne als Zwerg oder Krieger in Abenteuer stürzt, dem sei die Legenden von Andor empfohlen. Als Abenteurer durchlebt ihr eine Geschichte. Ihr kämpft gegen fiese Trolls und Drachen und kauft euch Ausrüstungsgegenstände. Die toll geschriebene Anleitung und das Einführungsspiel verhelfen euch zu einem einfachen Einstieg ins Spielgeschehen. Auch größere Kinder sind von diesem Spiel hellauf begeistert! Ähnliche Spiele: Maus und Mysik

Dominion: Dominion ist ein großes Kartenspiel, dass eine neue Mechanik einführt: Das Deckbuilding. Jeder Spieler startet mit dem gleichen Kartenstapel, der im Laufe des Spiels verändert wird durch Hinzukauf von neuen Karten und evtl. auch Entsorgung der Startkarten. In der Mitte des Tisches liegt hierzu eine Auslage von Königreichkarten, die gekauft werden können. Diese Karten bieten verschiedene Vorteile, z.B. das Ziehen von weiteren Handkarten oder das Generieren von Geld. Ziel des Spiels ist es Punktekarten zu kaufen, die aber meistens keine weiteren Vorteile bieten und damit die Kartenhand blockieren. Wann beginnt man also mit dem Kauf der Punktekarten? Lest auch hierzu meine zahlreichen Berichte 🙂

Bericht zur Dominion

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Ina gibt Zwischenmeldung

Achja, die Vorweihnachtszeit. Es ist schon ganz schön stressig oder?

Ich komme viel zu wenig zum Spielen und leider noch weniger zum Schreiben, daher gebe ich hiermit wenigstens mal einen kleinen Zwischenbericht ab, was bei mir so los ist.

Letztes Wochenende hatten wir einen Spieleabend mit neun Personen! Wir haben zwei Partien Siedler von Catan inklusive Seefahrer-Erweiterung parallel gespielt. Das hat allein schon optisch klasse ausgesehen und hat wirklich Spaß gemacht.

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Ich selbst habe in der Fünfer-Partie mit gezockt und wir haben zum ersten Mal die zusätzliche Bauphase genutzt, bei der jeder Spieler reihum etwas bauen darf, wenn der aktive Spieler an der Reihe war. Das hat das Spiel ein wenig beschleunigt. Wir hatten die Zahlenchips erst nach dem Setzen der ersten beiden Siedlungen platziert, und so saß ich gleich mit beiden Siedlungen an einer 6. Da diese dann in den ersten Runden extrem oft gewürfelt wurde, hatte ich einen starken Vorsprung und jeder hatte es auf mich abgesehen. Ich wurde ständig vom Räuber belästigt und niemand wollte mit mir Waren handeln. Am Ende habe ich gar kein Land mehr gesehen. Meine Freundin schaffte sich schnell zum unerkundeten Terrain vor und stieß auf einen Goldfluss, der einem immer eine Ressource seiner Wahl beschert.

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Sie hat so schnell wie möglich eine Stadt dort hin gebaut allerdings ist ab diesem Zeitpunkt so gut wie keine 10 mehr gewürfelt worden. Mein Bruder konnte das Spiel für sich entscheiden, auch wenn er es fast gar nicht gemerkt hatte 😉 Er konnte in einem Zug die längste Handelstrecke an sich reißen und noch eine Siedlung bauen. Er kam als einziger regelmäßig an Getreide und hat damit das Spiel letztendlich gewonnen.

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Da die Vierer-Partie schneller zu Ende ging – die gewann mein Freund, ich weiß warum ich in einer anderen Gruppe sein wollte – kam dort anschließend Heckmeck am Bratwurmeck auf den Tisch. Das einfache Würfelspiel begeisterte jeden. Es macht einfach Spaß einem Gegner seinen gerade ergatterten Wurm wieder abzuholen und mein Freund hatte in dem Spiel keine Chance – Würfel sind nicht seine Freunde.

Als wir mit Catan ebenfalls fertig waren, haben wir die Gruppen neu aufgeteilt. Die einen spielten wieder Heckmeck und ich spielte mit ein paar anderen The Game Extreme. Es spielt sich genau wie das Grundspiel allerdings beinhaltet es ein paar fiese Karten, die z.B. besagen, dass man alle Karten nur noch an einer Reihe anlegen darf oder dass man sich nicht mehr absprechen darf, bis die jeweilige fiese Karte abgedeckt wurde. Ich halte The Game für ein klasse Spiel vor allem weil es kooperativ ist, allerdings gibt die Extreme Edition nicht soviel mehr her, dass man beide haben müsste. Selbstverständlich kann man es aber auch ganz normal spielen und die Bedeutungen der Sonderkarten einfach ignorieren. Wir hatten in unserer Partie noch 8 Karten übrig was laut Anleitung gut ist, aber in Wirklichkeit keinem von uns genug war. Wir sind eben ehrgeizig.

Zum Schluss waren wir noch zu fünft und haben endlich Fabelsaft weiter gespielt. Wir hatten es vor Wochen in der gleichen Besetzung begonnen und jetzt weiter gespielt bis der Dieb ins Spiel kam.

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Es war ein klasse Abend und wir haben uns endlich mal aufgeteilt, sodass mehrere Spiele gleichzeitig auf den Tisch kamen. Außerdem sind meine Freunde immer mehr von den ganzen tollen Spielen begeistert. Ich bin gespannt was wir in den nächsten Wochen und Monaten noch so alles an den Mann bzw. die Frau bringen können. Am Sonntag findet bereits der nächste Spieleabend statt. Wer kann diesem tollen Hobby auch schon widerstehen? Vor allem wenn man Freunde wie uns hat, deren Spieleschränke platzen?

Mit Andreas beschäftige ich mich momentan mit Village, Orléans und Robinson Crusoe. Alles tolle Spiele. Besonders Orléans hat mich gepackt. Einfache Regeln und trotzdem muss man sehr überlegen welche Leute man aussortiert oder dazunimmt und wie man am Besten Punkte holt. Ich hoffe ich kann dazu bald mehr berichten.  Und dann ist ja auch schon bald Weihnachten und ich bin sicher, dass das Christkind das ein oder andere Spiel unter den Weihnachtsbaum legen wird. Ich war auch extra ganz brav 🙂