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Ina zockt… das ganze Wochenende

Endlich mal wieder ein tolles Wochenende ganz im Sinne meines Hobbys: SPIELEN, SPIELEN, SPIELEN 🙂 Scheinbar haben sehr viele Mitglieder der wunderbaren Facebook-Gruppe Brettspielwiese ( https://www.facebook.com/groups/1648593545425131/?fref=nf ) letzte Woche Terraforming Mars und Scythe geliefert bekommen und so überschlagen sich dort die Posts zu diesen beiden Spielen. Als Kontrastprogramm habe ich einfach mal kein Scythe oder TM gespielt 😉 Am Freitag Nachmittag haben wir gleich mit Time Stories – der Marcy-Fall begonnen. Zwar sind wir mit unserer Gruppe zu viert mit der Erweiterung Hinter der Maske noch nicht ganz durch, aber da momentan gar kein Termin geplant ist, wann es weiter geht, konnte ich solange nicht warten und wir starteten den Marcy-Fall zu zweit. Der erste Durchgang hat richtig Spaß gemacht und gefällt uns beiden auf Anhieb viel besser als Hinter der Maske. Danach waren wir müde von der stressigen Woche und haben daher zu dem weniger denklastigen Noch Mal! gegriffen. Das lässt sich auch super am Couchtisch spielen. Dieses Spiel war einfach das beste Weihnachtsgeschenk an meinen Freund überhaupt. Wir haben es insgesamt schon über 20 Mal gezockt und getreu dem Namen haben wir auch an diesem Abend gleich drei Runden gespielt.

Am nächsten Tag haben wir einen Kracher ausgepackt: Star Wars Rebellion. Bisher habe ich immer das Imperium und mein Freund die Rebellen gespielt und wir entschieden uns dafür noch ein letztes Mal in dieser Verteilung zu spielen, bevor wir die Rollen einmal tauschen. Ich konnte bereits in der ersten Runde einen Anführer der Rebellen gefangen nehmen und auf die dunkle Seite der Macht ziehen. Außerdem konnte ich sehr schnell drei ganze Regionen als möglichen Stützpunkt der Rebellen ausschließen, dafür gab es allerdings in den verbliebenen Regionen zig Möglichkeiten. So klapperte ich nach und nach alle Systeme ab, was mich viel Zeit kostete und wodurch ich einige Machenschaften der Rebellen nicht unterbinden konnte, ich benötigte sehr viele Anführer zur Bewegung. Schließlich war ich mir sicher, dass sich mein Freund auf Utapau verschanzt hatte, doch ich schaffte es nicht dort hin zu fliegen. Mein Freund attackierte mich im danebenliegenden System und zerstörte alle meine Weltraumeinheiten, wodurch ich meine Bodeneinheiten nicht mehr transportieren konnte. Andreas hatte mich vorher schon regelmäßig in dieser Ecke vom Fliegen abgehalten, indem er mich zum Intervenieren zwang. Von daher hätte ich schon vorher ahnen können, dass er sich dort irgendwo versteckt, allerdings wollte ich zuvor die wenigen anderen Möglichkeiten abklappern, es hätte ja auch ein Bluff sein können. Am Ende konnte er noch einen Auftrag erfüllen, weil keiner seiner Anführer gefangen war, diesen Auftrag kannte ich noch gar nicht. Und so gewann er dann das Spiel am Ende der siebten Runde.

Wirklich ein klasse Spiel, das jedes Mal knapp ausgeht. Bei der nächsten Partie werden die Rollen mal getauscht. Danach äußerte Andreas zu meiner großen Überraschung den Wunsch Herr der Ringe LCG zu spielen. Wir stecken dort in mitten des Düsterwaldzyklus fest und wir waren von einigen Missionen wenig begeistert, weil es uns an Übersichtlichkeit gefehlt hatte. Zu viele Regeln auf zu vielen unterschiedlichen Karten, aber ansonsten definitiv ein Spiel, das gefällt. Also wagten wir uns nach einigen Monaten Spielpause auf die Reise nach Rhosgobel. Die Mission mit der Rettung des verletzten Adlers gefiel mir auf Anhieb und wir starteten den Versuch mit meinem Hobbitdeck (mit Hilfe von Karten aus die schwarzen Reiter) und Andreas startete mit seinem mono roten Deck , das mit Legolas, Peppin und Gimli stark kämpferisch ausgelegt ist. Was soll ich sagen? Die „wenn aufgedeckt“-Effekte machten uns schwer zu schaffen und töteten meine Hobbits in Schallgeschwindigkeit. Zum Spaß noch einen zweiten Versuch: und wieder ganz schnell alle tot. Super.

Also bauten wir schnell mein Deck um, die Hobbits bringen uns hier gar nichts. Gloin und Denethor müssen uns jetzt helfen und einige Hobbitmäntel habe ich gegen Heilungskarten ausgetauscht. Außerdem bekam Andreas weitere Adler ins Deck und verbannte Pippin. Also auf ein Neues: wir versorgten zügig alle Charaktere mit Verstärkungen, weil sie diese gegen einen fiesen „wenn aufgedeckt“ Effekt schützen und bekamen genügend Abenteuerpunkte zusammen. Trotzdem bekamen wir wieder ordentlich Schaden und schließlich starb unser Adler an seinen Verletzungen. Diese Runden haben uns aber wieder richtig viel Spaß gemacht und bei diesem Szenario gibt es auch keine Regelunklarheiten. Wir geben dem Spiel auf jeden Fall wieder eine Chance und freuen uns auf den nächsten Versuch den Adler nach Rhosgobel zu bringen.

Nach diesen zwei umfangreichen Spielen wollten wir am Abend eher was seichtes spielen und packten unser super tolles, von einem Freund gebautes Würfelbrett aus und zockten Kniffel! Auch wenn ich auf Facebook auf wenig Verständnis traf, mag ich das Spiel sehr gerne. Ab und zu darf es eben auch mal ein glücksabhängiges Spiel sein 🙂

Am gestrigen Sonntag freute ich mich dann auf mein erstes reines Solo-Spiel „Freitag“. Die Regeln waren schnell gelesen und ich wagte mich auf die einsame Insel. Fünf Runden habe ich über den Tag verteilt gezockt und gerade mal zwei knapp gewonnen und das in Schwierigkeitesgrad 1! Auf jeden Fall will man sofort nochmal spielen und besser abschneiden. Man bemerkt sofort die Lernkurve, die das Spiel bietet. In der ersten Partie habe ich mir immer schön die einfachen Gefahren herausgesucht, um die ein oder andere auch mal bestehen zu können. Allerdings waren dann in Phase gelb und rot nur noch schwere Gefahren übrig, sodass ich schnell das Zeitliche segnete. Nimmt man zu Beginn schon schwierigere Karten raus, sind sie ersten in grün noch leichter zu bewältigen, zweitens sind sie dann aus dem Gefahrenstapel raus und drittens bekommt man bei Bestehen auch eine gute Kampfkarte in sein Deck. Schönes kleines Spiel, dass ich definitiv öfter zocken werde. Und es wird noch lange dauern, bis ich mich auf Level 2 begeben darf 🙂

So das war mein Zocker-Wochenende und es wird bald weiter gezockt! Heute Abend hat mir Andreas eine weitere Runde Time Stories versprochen, Herr der Ringe will weiter gespielt werden und am Freitag ist Spieleabend bei uns zuhause, wo meine Freunde die Nervenheilanstalt von Time Stories zu Ende spielen möchten (ich bin dann Spielleiter). Außerdem möchte ich euch natürlich bald den dritten Durchlauf unserer eigenen Runde durch die Nervenheilanstalt beschreiben.

Bis dahin, LG Ina

Ina empfiehlt Spiele für Gelegenheitsspieler

Mittlerweile habe ich mich zu einem Brettspiel-Freak gemausert und lerne immer mehr Leute kennen, die genau so verrückt sind wie ich 🙂

Allerdings bekomme ich auch immer öfter mit, dass es sehr viele Leute gibt, die gerne ab und zu spielen, aber gar nicht wirklich wissen, dass es viel mehr gibt als Monopoly und Phase 10 (wobei ich diese Spiele nicht abwerten möchte). Will man sich als Gelegenheitsspieler bei Karstadt und Co oder im Internet über geeignete Gesellschaftsspiele informieren, ist man oft hilflos verloren. Dass es dafür diverse YouTube-Kanäle, Foren oder Blogs gibt, wissen viele gar nicht und haben daran evtl. auch wenig Interesse, denn es ist ja nur ein gelegentliches Hobby.

Deshalb möchte ich hier ein paar Spiele vorstellen, die ich jedem empfehlen möchte, der sich nicht wie ich mehrere Stunden pro Woche mit Spielen beschäftigt. Sie sind eher als gehobene Familienspiele bzw. eben für Gelegenheitsspieler anzusehen. Natürlich können diese Spiele als Einstieg in die Welt der komplexeren Spiele dienen, müssen es aber nicht.

Ihr könnt außerdem unter dem Reiter „Über mich“ nachlesen welche Spiele ich selbst besitze. Gerne könnt ihr mich zu jedem dieser Spiele befragen. Tretet dafür gerne meiner FB-Gruppe bei oder schreibt mir hier bei „Wer zockt was“. https://www.facebook.com/groups/1639420316281909/

Vorab zwei Klassiker:

Die Siedler von Catan: Wer kennt es nicht? Es gilt vermutlich als DER Klassiker im Bereich der Brettspiele, da es mit seinem variablen Spielplan den Weg dafür geebnet hat, dass keine Partie der anderen gleicht. Das Grundspiel hat keine komplexen Regeln und dürfte für keinen Spieler zu schwierig sein. Es geht darum sich auf der Insel Catan auszubreiten, an Rohstoffe zu gelangen und mit den Mitspielern diese zu tauschen. Es bietet damit auch einiges an Interaktion.

Es gibt etliche Erweiterungen zu dem Spiel, die es immer umfangreicher und komplexer werden lassen. So kann man mit einem simplen Spiel beginnen und sich mit Hinzunahme der Erweiterungen zu einem herausfordernden Spiel hinbewegen.

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Carcassonne: Ähnlich verhält es sich mit Carcassonne. Es ist im Grunde ein einfaches Plättchen-Legespiel. Wenn man an der Reihe ist zieht man blind ein Plättchen aus dem Sack und versucht es bestmöglich an die bestehende Landschaft anzulegen. Dann kann man auf das angelegte Plättchen eine Spielfigur setzen, die einem je nach Landschaftsart Punkte einbringt. Bei dem Spiel kann man entweder gemütlich vor sich hin bauen oder man konfrontiert den Gegner, indem man seinen Weg verbaut oder sich in seine wertvolle Burg mit einmünzt. Auch zu Carcassonne gibt es unzählige Erweiterungen, die das Spiel bereichern können. Neuere Spiele wie Cacao, der Palast von Alhambra und Isle of Skye sind auf den Mechanismus mit den Plättchen aufgesprungen und sind ebenfalls tolle Spiele.

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Weitere Titel:

Kingdom Builder: Bei diesem Spiel setzt man in jeder Runde drei seiner zahlreichen Häuschen und zwar so, dass sie möglichst viele Siegpunkte bringen. Dabei ändert sich in jeder Partie eine andere Voraussetzung Punkte wert. Einmal lohnt es sich seine Häuschen ans Wasser zu setzen und weit zu verstreuen, ein anderes Mal gibt es nur Punkte für Bergegebiete und möglichst zusammenhängende Siedlungen. Auch bei diesem Spiel sind die Regeln an sich ganz einfach, und trotzdem besitzt es eine taktische Tiefe. Denn man muss immer angrenzend an seine bestehenden Häuschen anbauen und gleichzeitig eine bestimmte Landschaftsart bedienen. Die Kunst besteht darin, diese Regeln außer Kraft zu setzen, indem man seine Häuser so setzt, dass man z.B. bei der nächste Wiese nicht angrenzend bauen KANN.

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Stone Age: Dieses Spiel eignet sich hervorragend als Einstieg in die Worker-Placement-Spiele. Was das ist kann ich euch erklären J Jeder Spieler verfügt über Arbeiter-Figuren. Diese werden auf verschiedene Aktionsfelder gesetzt, um diese Aktionen dann ausführen zu können. Im Falle von Stone Age kann ich meine Arbeiter z.B. in den Wald schicken, um Holz zu erhalten. Je mehr Männer ich einsetze, umso besser stehen die Chancen viel Holz zu bekommen. Außerdem muss ich mein Volk durch Nachwuchs vermehren, ich muss meine Leute aber auch ernähren können, sonst gibt es Minuspunkte. Siegpunkte gibt es später für gebaute Hütten, Anzahl der Männer und weitere Komponenten. Wer Stone Age mag und auf komplexeres aus ist, sollte sich unbedingt Village und Agricola ansehen.

Zombicide: Brettspiele sind irgendwie immer gleich, ein wenig uncool und ich verliere eh immer? Wenn ihr Freunde habt, die diese Meinung vertreten, dann zeigt ihnen Zombicide! Es gibt nichts spannenderes wie massenhaft Zombie-Miniaturen, die durch die Stadt wandeln um uns aufzufressen. Und wie cool ist es eigentlich, wenn ich eine Kettensäge finde, mit der ich gleich mehrere Zombies weg schnetzeln kann? Außerdem ist es ein rein kooperatives Spiel. Entweder es gewinnen alle, oder man geht gemeinsam unter. Jeder, der schon einmal einen Zombiefilm (oder Serie, hallo??) gesehen hat, wird die vielen Regeln schnell verinnerlicht haben und großen Spaß mit dem Spiel haben. Versprochen! Lest euch meine zahlreichen Berichte zu Zombicide durch, wenn ich euer Interesse geweckt habe. Ähnliche Spiele: Winter der Toten; nicht kooperativ, aber tolle Miniaturenspiele: Blood Rage, Arcadia Quest,

Zombicide Bericht

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Fabelsaft: Etwas leichtere Kost bietet Fabelsaft. Es kann gut und gerne auch mit Kindern gespielt werden. Fabelsaft startet als einfaches Kartenspiel. Es liegen sechs unterschiedliche Aktionskarten aus, die man mit seiner Figur auswählen kann. Ziel ist es durch die Aktionen an Früchte zu kommen, mit denen man dann Siegpunkte in Form von Fruchtsäften kaufen kann. Der Clou des Spiels ist, dass die Aktionskarten, die gleichzeitig die Säfte darstellen, nach und nach weggekauft werden und durch neue ersetzt werden. So stehen irgendwann ganz andere Aktionen zur Verfügung. Das Spiel verändert sich sozusagen während des Spielens und man braucht so einige Partien, bis man alle Aktionskarten durchgespielt hat. Im Laufe des Spiels steigt dann auch die Komplexität. Einfache Aktionen wie „Ziehe zwei Früchte“ verwandeln sich dann in Aktionen wie „biete deinen Mitspieler Früchte an, ziehe für jede genommene Frucht, zwei andere vom Stapel nach“.

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The Game: Ein simples kooperatives Kartenspiel, dass schnell gespielt ist! Ihr wollt mal etwas Kooperatives ausprobieren, habt aber keine Geduld für stundenlange Brettspielabende? Dann probiert The Game aus! Es spielt sich ähnlich wie Elfer raus! Es werden zahlen von 1 bis 100 an vier verschiedene Stapel angelegt und Ziel ist es möglichst alle Karten anlegen zu können, bevor die Reihen dicht sind. Dabei muss man mit den Mitspielern geschickt kommunizieren ohne die genauen Zahlenkarten auf der eigenen Hand zu verraten. Ähnliche Spiele: Hanabi, Hornochse, 6 nimmt

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Legenden von Andor: Wer sich am PC schon gerne als Zwerg oder Krieger in Abenteuer stürzt, dem sei die Legenden von Andor empfohlen. Als Abenteurer durchlebt ihr eine Geschichte. Ihr kämpft gegen fiese Trolls und Drachen und kauft euch Ausrüstungsgegenstände. Die toll geschriebene Anleitung und das Einführungsspiel verhelfen euch zu einem einfachen Einstieg ins Spielgeschehen. Auch größere Kinder sind von diesem Spiel hellauf begeistert! Ähnliche Spiele: Maus und Mysik

Dominion: Dominion ist ein großes Kartenspiel, dass eine neue Mechanik einführt: Das Deckbuilding. Jeder Spieler startet mit dem gleichen Kartenstapel, der im Laufe des Spiels verändert wird durch Hinzukauf von neuen Karten und evtl. auch Entsorgung der Startkarten. In der Mitte des Tisches liegt hierzu eine Auslage von Königreichkarten, die gekauft werden können. Diese Karten bieten verschiedene Vorteile, z.B. das Ziehen von weiteren Handkarten oder das Generieren von Geld. Ziel des Spiels ist es Punktekarten zu kaufen, die aber meistens keine weiteren Vorteile bieten und damit die Kartenhand blockieren. Wann beginnt man also mit dem Kauf der Punktekarten? Lest auch hierzu meine zahlreichen Berichte 🙂

Bericht zur Dominion

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Ich hoffe ich kann euch mit diesem Beitrag weiter helfen. Also teilt den Beitrag gerne auf Facebook und Co und steckt eure Freunde mit dem schönsten Hobby der Welt an 🙂

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Ina gibt Zwischenmeldung

Achja, die Vorweihnachtszeit. Es ist schon ganz schön stressig oder?

Ich komme viel zu wenig zum Spielen und leider noch weniger zum Schreiben, daher gebe ich hiermit wenigstens mal einen kleinen Zwischenbericht ab, was bei mir so los ist.

Letztes Wochenende hatten wir einen Spieleabend mit neun Personen! Wir haben zwei Partien Siedler von Catan inklusive Seefahrer-Erweiterung parallel gespielt. Das hat allein schon optisch klasse ausgesehen und hat wirklich Spaß gemacht.

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Ich selbst habe in der Fünfer-Partie mit gezockt und wir haben zum ersten Mal die zusätzliche Bauphase genutzt, bei der jeder Spieler reihum etwas bauen darf, wenn der aktive Spieler an der Reihe war. Das hat das Spiel ein wenig beschleunigt. Wir hatten die Zahlenchips erst nach dem Setzen der ersten beiden Siedlungen platziert, und so saß ich gleich mit beiden Siedlungen an einer 6. Da diese dann in den ersten Runden extrem oft gewürfelt wurde, hatte ich einen starken Vorsprung und jeder hatte es auf mich abgesehen. Ich wurde ständig vom Räuber belästigt und niemand wollte mit mir Waren handeln. Am Ende habe ich gar kein Land mehr gesehen. Meine Freundin schaffte sich schnell zum unerkundeten Terrain vor und stieß auf einen Goldfluss, der einem immer eine Ressource seiner Wahl beschert.

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Sie hat so schnell wie möglich eine Stadt dort hin gebaut allerdings ist ab diesem Zeitpunkt so gut wie keine 10 mehr gewürfelt worden. Mein Bruder konnte das Spiel für sich entscheiden, auch wenn er es fast gar nicht gemerkt hatte 😉 Er konnte in einem Zug die längste Handelstrecke an sich reißen und noch eine Siedlung bauen. Er kam als einziger regelmäßig an Getreide und hat damit das Spiel letztendlich gewonnen.

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Da die Vierer-Partie schneller zu Ende ging – die gewann mein Freund, ich weiß warum ich in einer anderen Gruppe sein wollte – kam dort anschließend Heckmeck am Bratwurmeck auf den Tisch. Das einfache Würfelspiel begeisterte jeden. Es macht einfach Spaß einem Gegner seinen gerade ergatterten Wurm wieder abzuholen und mein Freund hatte in dem Spiel keine Chance – Würfel sind nicht seine Freunde.

Als wir mit Catan ebenfalls fertig waren, haben wir die Gruppen neu aufgeteilt. Die einen spielten wieder Heckmeck und ich spielte mit ein paar anderen The Game Extreme. Es spielt sich genau wie das Grundspiel allerdings beinhaltet es ein paar fiese Karten, die z.B. besagen, dass man alle Karten nur noch an einer Reihe anlegen darf oder dass man sich nicht mehr absprechen darf, bis die jeweilige fiese Karte abgedeckt wurde. Ich halte The Game für ein klasse Spiel vor allem weil es kooperativ ist, allerdings gibt die Extreme Edition nicht soviel mehr her, dass man beide haben müsste. Selbstverständlich kann man es aber auch ganz normal spielen und die Bedeutungen der Sonderkarten einfach ignorieren. Wir hatten in unserer Partie noch 8 Karten übrig was laut Anleitung gut ist, aber in Wirklichkeit keinem von uns genug war. Wir sind eben ehrgeizig.

Zum Schluss waren wir noch zu fünft und haben endlich Fabelsaft weiter gespielt. Wir hatten es vor Wochen in der gleichen Besetzung begonnen und jetzt weiter gespielt bis der Dieb ins Spiel kam.

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Es war ein klasse Abend und wir haben uns endlich mal aufgeteilt, sodass mehrere Spiele gleichzeitig auf den Tisch kamen. Außerdem sind meine Freunde immer mehr von den ganzen tollen Spielen begeistert. Ich bin gespannt was wir in den nächsten Wochen und Monaten noch so alles an den Mann bzw. die Frau bringen können. Am Sonntag findet bereits der nächste Spieleabend statt. Wer kann diesem tollen Hobby auch schon widerstehen? Vor allem wenn man Freunde wie uns hat, deren Spieleschränke platzen?

Mit Andreas beschäftige ich mich momentan mit Village, Orléans und Robinson Crusoe. Alles tolle Spiele. Besonders Orléans hat mich gepackt. Einfache Regeln und trotzdem muss man sehr überlegen welche Leute man aussortiert oder dazunimmt und wie man am Besten Punkte holt. Ich hoffe ich kann dazu bald mehr berichten.  Und dann ist ja auch schon bald Weihnachten und ich bin sicher, dass das Christkind das ein oder andere Spiel unter den Weihnachtsbaum legen wird. Ich war auch extra ganz brav 🙂

Ina’s Wochenrückblick

Letzte Woche fand wieder unser monatlicher Spieleabend statt , und diesmal stand Carcassonne auf dem Programm.  Wir waren zwar zu siebt aber abgesehen von den fehlenden Meeplen wussten wir keinen Grund, warum es nicht auch mit sieben Spielern funktionieren sollte. Also halfen wir uns mit kleinen Chips aus Lobo77 aus. Da wir einen Carcassonne-Neuling dabei hatten, schlug ein Kumpel von mir vor ohne Wiesen-Wertung zu spielen. Auf diese Idee wäre ich nicht gekommen, aber ich fand die Variante für Einsteiger super. Wir spielten mit den ersten beiden Erweiterungen und ließen das Schwein für die Wiese weg. Es kamen also neben den normalen Meeplen der Baumeister und der dicke Meeple (von uns Fettmann genannt) zum Einsatz. Ich mit meinen blauen Lobo-Chips bekam einen dicken Deko-Diamanten als Fettmann und eine Muschel als Baumeister, irgendwie stylisch 🙂

Ich war mir sicher, dass sich Carcassonne mit sieben Personen sehr hinzieht, aber ich muss sagen, es war wirklich unterhaltsam. Da die Wiesen wegfielen, gab es einen riesigen Run auf die Burgen und jeder wollte sich bei den großen Städten mit hineinschummeln. Die Kathedrale, die bei Nicht-Fertigstellung der Stadt dann gar keine Punkte beschert, hat hier zusätzliche Würze ins Spiel gebracht. Mir hat die große Runde wirklich gut gefallen und denke es wird bald wieder gezockt werden.

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Mein Freund gewann das Spiel ziemlich eindeutig und ich wurde (hauptsächlich durch eine gemeinsame größere Burg) gute Zweite.

Danach spielen wir das mir völlig unbekannte Lobo77. Endlich hat auch mal jemand anderes ein Spiel mitgebracht. Sehr gut.

Für alle, die es nicht kennen: Lobo77 ist ein sehr einfaches Kartenspiel. Es werden reihum Karten mit Zahlen ausgespielt, die sich addieren. Ich fange z.B. an mit einer 10. Mein linker Nachbar legt eine 3 darauf und muss laut die Summe 13 nennen usw. Der Clou daran ist, dass es nicht erlaubt ist eine Schnapszahl zu nennen oder über die Zahl 77 zu kommen. Liegt also mittlerweile bereits die Summe 23 aus, darf ich keine 10 darauf legen, da ich sonst die Schnapszahl 33 nennen muss und verliere somit ein Leben in Form der bereits erwähnten blauen Chips. Es gibt Karten wie Zugreihenfolge umkehren, die Zahl 0 oder doppelter Zug, die dem Spiel Würze verleihen. So kommt es bspw. zu solchen Situationen, dass bereits 75 in der Mitte liegen, man selbst eine Null drauf haut und siegessicher seinen Nachbarn angrinst. Dieser erwidert dann eine Karte „umgekehrte Zugreihenfolge“ und man ist selbst nochmal an der Reihe. Kann man dann eine Karte „doppelter Zug“ drauf legen, hat man Glück, denn dann muss der rechte Nachbar zwei Karten legen, was sicherlich schwierig sein wird. Wir hatten mit diesem einfachen Kartenspiel viel Spaß, vor allem weil ich selbst lautes Gelächter auslöste, indem ich mein letztes Leben durch das Beginnen mit einer 22 verlor –> Schnapszahl, scheiße.

Zum Abschluss zockten wir mal wieder The Game. Das Spiel haben meine Freunde einfach ins Herz geschlossen. Es macht aber auch einfach Spaß. Vor allem die Regel, dass man nicht die genauen Zahlen der Handkarten nennen darf, macht in unserer Runde einfach Laune. Wir sehen das nicht ganz so eng und so kommt es manchmal zu Aussagen wie: ich könnte in dieser Reihe einen ganz kleinen Sprung machen, also bitte nichts anlegen. Gegenfrage: wie klein ist der Sprung? Ich kann auch was gutes dort anlegen. Antwort: ungefähr 3 😀  Immer wieder lustig.

Gute Nachrichten außerdem: ein befreundetes Pärchen haben wir endlich erfolgreich mit dem Hobby Brettspiele angesteckt und sie haben sich sogar endlich Spiele gekauft, um auch mit anderen zocken zu können, wenn die liebe Ina mit ihren ganzen Spielen nicht anwesend ist. Ich stecke noch alle an mit meinem Spiele-Fieber, geht doch!

Morgen findet wieder ein Brettspielabend statt, diesmal wieder in unserem Hause. Und am Sonntag widme ich mich gemeinsam mit meinem Freund nochmal den Kolonisten.

P.S. schaut doch mal bei www.brettspieltalk.de vorbei, eine Art Chat für alle Brettspiel-Begeisterte. LG Ina

Spieleabend fällt aus

Endlich habe ich es geschafft ein paar Leute für einen (hoffentlich) regelmäßigen Spieleabend zu begeistern.  Heute Abend findet er zum ersten Mal statt und ich bin krank 🙁 Ganze zehn Personen sollten wir sein und ich hatte bereits einige Spiele zusammengepackt. Mit so einer großen Gruppe müsste man zwei Gruppen bilden und parallel verschiedene Spiele spielen.

Leider musste ich absagen aber ich hoffe die anderen haben Spaß und werden für weitere Abende angefixt.

Am Freitag ist ein Spieleabend zu fünft  geplant, drückt mir die Daumen, dass ich bis dahin wieder fit bin.

Vor kurzem konnte ich Chada und Thorn für unschlagbare 12 Euro ergattern und wir konnten bereits zwei Mal das erste Szenario bestreiten.  Der Spielmechanismus mit den Kartenreihen gefällt uns richtig gut. Der Flair des Hauptspiels Legenden von Andor kommt ebenfalls gut rüber. Ich bin aber noch skeptisch, ob das Spiel genügend Langzeitmotivation bietet. Für das Geld und für kurz mal am Feierabend zu spielen ist das Spiel auf alle Fälle zu empfehlen.