Bohnanza

Zugegebenermaßen bin ich absoluter Bohnanza-Laie 🙂

Vor Jahren habe ich dieses Spiel ein paar Mal bei Spieleabenden gespielt, aber aufgrund der Menge an Erweiterungen auf Anhieb die Taktiken nicht richtig verstanden. Vor ein paar Monaten habe ich mir das Grundspiel sowie die limitierte Erweiterung für zwei Spieler (Bohn Camillo) im Internet bestellt. Vor kurzem kam ich dann dazu das Grundspiel auch mal zu viert zu testen, aber dazu später mehr.

Zu der Zweiervariante ist folgendes zu sagen:

Der Handel entfällt, es gibt auch keine fiktiven Mitspieler. Daher geht leider einiges an strategischem Vorgehen verloren. Etwas aufgepeppt wird das Spiel durch Aktionskarten, die man immer dann bekommt, wenn man Bohnen für mindestens zwei Münzen erntet. Mit diesen Karten kann man dem Mitspieler z.B. Bohnen von der Hand oder vom Bohnenfeld stehlen.

Außerdem bekommt der eine Spieler automatisch alle Heiliggeistbohnen (neu dabei), sobald diese auf dem Spielfeld erscheinen, und der andere Spieler alle roten Bohnen (gleiche Wertigkeit). Diese müssen sofort angebaut werden. Da aber jeder Spieler von Anfang an vier Bohnenfelder besitzt, ist das nicht sonderlich schwierig.

Wie ihr diesem kleinen Ausschnitt meiner Erfahrungen mit der Zweiervariante sicher schon entnehmen könnt, hat uns diese nicht besonders vom Hocker gehauen und so landete Bohnanza erst einmal wieder eine ganze Weile im Schrank.

Beim Schnusen auf Amazon ist mir Bohnanza mitsamt seiner gefühlten 2000 Erweiterungen immer wieder begegnet und so wollte ich ihm doch noch eine Chance geben. Also habe ich es zum nächsten Spieleabend mitgenommen und wir haben das Grundspiel zu viert getestet. Und siehe da: Ein völlig anderes Spielgefühl, Taktik und Strategie sind gefragt wie nie, es kann während des kompletten Spielverlaufs interagiert werden durch den ausgeprägten Handel mit Bohnensorten (also auch während der Spielzüge der Mitspieler). So wird es mit Sicherheit zu keinem Zeitpunkt langweilig 🙂

Durch Spielzüge wie: „Ich tausche mit dir diese Bohnen und erhalte von dem anderen Mitspieler noch die andere fehlende Bohne, dafür gebe ich euch das und das…“ wird es auch schnell mal anspruchsvoll und man ist sich am Ende des Zuges gar nicht mehr sicher, ob der veranstaltete Tausch für einen selbst überhaupt sinnvoll war 🙂 Ich denke das bessert sich mit steigender Erfahrung.

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